Freiberger Ampelmännchen: Regeln Bergleute bald den Verkehr?

Freiberg - Ein Bergmann als Ampel-Motiv? Die Idee von FDP-Politiker Benjamin Karabinski (37) spaltet in Freiberg die Gemüter.

FDP-Politiker Benjamin Karabinski (37) möchte Freibergs Bergbautradition das ganze Jahr über sehen - und nicht nur zur Adventszeit.
FDP-Politiker Benjamin Karabinski (37) möchte Freibergs Bergbautradition das ganze Jahr über sehen - und nicht nur zur Adventszeit.  © Eric Münch

Kritiker finden, die Stadt habe andere Probleme. Sachsens Oberberghauptmann hingegen gefällt's.

Geht es nach Karabinski, sollte die Bergbautradition im Stadtbild präsenter werden. Immerhin begann die Erschließung des Bergbaus in Freiberg. Bereits im 12. Jahrhundert wurde hier das erste Silber gefunden.

Wie die Ampelmänner aussehen sollen, weiß der Liberale auch schon: Ein Bergmann aus der historischen Berg- und Hüttenparade soll Vorbild fürs grüne Ampelmännchen sein; einer der beiden Bergmänner aus dem Schwarzenberger Schwibbogen-Motiv soll das rote inspirieren.

Zur Finanzierung würde Karabinski den städtischen Werbeetat anzapfen. Die Umsetzung klingt jedenfalls leicht. "In den Ampeln sind Schablonen", erklärt er. Die müssten neu angefertigt und bei den nächsten Wartungsarbeiten getauscht werden.

Neu ist die Idee nicht. Bremen hat die Stadtmusikanten, Mainz die Mainzelmännchen und Plauen die beiden Witzfiguren "Vater und Sohn". Freiberg könnte demnächst nachziehen. Vorausgesetzt, Oberbürgermeister Sven Krüger nimmt sich der Bergmann-Ampel an. Allerdings sieht er derzeit keinen zeitlichen Handlungsdruck.

Oberberghauptmann Prof. Bernhard Cramer wäre dafür. "Die Idee ist gut", sagt er. Und: "Es fordert einen geradezu heraus, sich daran mit einem Augenzwinkern abzuarbeiten."

Ein Bergmann aus dem Schwarzenberger Schwibbogen-Motiv könnte Vorbild fürs rote Ampelmännchen werden.
Ein Bergmann aus dem Schwarzenberger Schwibbogen-Motiv könnte Vorbild fürs rote Ampelmännchen werden.  © 123RF

Titelfoto: Eric Münch


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