In dieser Stadt marschieren morgen Linksradikale

August 2017: Die linke Szene demonstriert in Freiburg gegen das Verbot der Plattform "linksunten.indymedia".
August 2017: Die linke Szene demonstriert in Freiburg gegen das Verbot der Plattform "linksunten.indymedia".  © DPA

Freiburg - Wegen einer linksradikalen Demonstration kommt es am morgigen Samstag zu einem größeren Polizeiaufgebot in der Freiburger Innenstadt.

Zu der Demonstration hat die "Soligruppe Unabhängige Medien Freiburg" (SUMF) aufgerufen. Beginnen soll sie um 16 Uhr am Rathausplatz. Bei der linken Demo soll laut einer Ankündigung auf Facebook unter dem Motto "Unsere Solidarität gegen ihre Repression" etwa gegen autoritäre Bewegungen und Islamismus protestiert werden. In einer längeren Stellungnahme nimmt die SUMF jedoch auch Bezug auf die G20-Krawalle in Hamburg sowie das Verbot der extremistischen Website "linksunten.indymedia".

Die Internetplattform hatte Innenminister Thomas de Maizière (CDU) im Sommer dieses Jahres verboten, weil sie sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung richtete. Die Betreiber kamen aus Freiburg.

Polizei ist vorbereitet

Bei der Polizei hat man sich entsprechend vorbereitet. Ein größeres Polizeiaufkommen soll die - übrigens nicht angemeldete - Demo begleiten. Wieviele Beamte in der Stadt sein werden, dazu möchte eine Pressesprecherin gegenüber TAG24 nichts verraten. Nur soviel: "Wir sind in der Innenstadt vor Ort."

Mit wie vielen Teilnehmern rechnet die Polizei? "Erfahrungsgemäß ist eine mittlere dreistellige Zahl denkbar", so die Sprecherin. Aber man müsse natürlich schauen, wie sich die Lage am Samstag entwickle. Der gesamte Einsatz dürfte mehrere Stunden dauern. Für den heutigen Freitag laden die Veranstalter auf ihrem Blog die Demonstranten zu einem "Solikonzert" ins autonome Freiburger Kulturzentrum KTS ein.

Am Samstag solle dann dort noch um 12 Uhr ein Brunch stattfinden, "mit letzten Infos". Die Polizei hofft, dass die Demo friedlich über die Bühne geht. Man wisse um die Sensibilität, so die Sprecherin. Bei den Veranstaltern scheint man dagegen wenig zimperlich zu sein. In unmissverständlichen Worten heißt es in ihrem Demoaufruf: "Deutschland muss sterben - noch immer!"

Titelfoto: DPA


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