Demonstrationen nach Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg

Freiburg – Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen in Freiburg (TAG24 berichtete) erwartet die Stadt Demonstrationen mit wahrscheinlich mehreren Hundert Teilnehmern.

Demonstranten halten ein Plakat mit der Aufschrift "Nein zu sexueller Gewalt! Nein zu jeglicher Gewalt! Nein zu Stigmatisierung!".
Demonstranten halten ein Plakat mit der Aufschrift "Nein zu sexueller Gewalt! Nein zu jeglicher Gewalt! Nein zu Stigmatisierung!".  © DPA

Die AfD hatte zu einer Versammlung aufgerufen - an ihr nahmen nach Angaben eines Polizeisprechers 300 bis 500 Menschen teil. Mehrere Gruppen bilden eine Gegendemonstration, um vor einer Instrumentalisierung des Verbrechens zu warnen.

Hier zählte die Polizei rund 1500 Menschen. Polizisten hielten die beiden Gruppen auseinander. Allerdings musste der AfD-Zug über eine andere Strecke umgeleitet werden, nachdem Gegendemonstranten ihn auf der geplanten Route blockiert hatten.

Der parteilose Oberbürgermeister Martin Horn rief zur Besonnenheit auf. Er wünsche sich Freiburg als weltoffene und tolerante Stadt. Aber es gebe auch keinen Raum für Menschen, die solche grausigen Straftaten dann politisch instrumentalisieren.

Nach einem Disco-Besuch soll die junge Frau in der Nacht zum 14. Oktober von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Die Polizei nahm acht Männer fest, die jetzt in Untersuchungshaft sitzen.

Gegen sieben Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren und einen 25 Jahre alten Deutschen bestehe dringender Tatverdacht. An Spekulationen über mögliche weitere Täter beteilige man sich nicht, sagte eine Sprecherin der Polizei.

Titelfoto: DPA

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