Joggerin vergewaltigt und getötet: Fall ist drei Jahre nach der Tat noch offen

Freiburg - Drei Jahre nach dem Sexualmord an einer 27 Jahre alten Joggerin in Endingen bei Freiburg hat die deutsche Justiz den Fall noch nicht abgeschlossen.

Dezember 2017: Der angeklagte Fernfahrer im Landgericht Freiburg.
Dezember 2017: Der angeklagte Fernfahrer im Landgericht Freiburg.  © DPA

Eine vor knapp einem Jahr vom Bundesgerichtshof (BGH) angeordnete erneute Verhandlung vor dem Landgericht Freiburg zur Frage der vorgesehenen Sicherungsverwahrung für den verurteilten Mörder hat es bislang nicht gegeben, sagte ein Sprecher des Gerichts in Freiburg der Deutschen Presse-Agentur.

Sie werde frühestens im Frühjahr 2020 stattfinden. Bis zu einer Entscheidung ruht laut Justiz die von Österreich beantragte Auslieferung des Mannes. Er bleibe vorerst in deutscher Haft.

Das Landgericht hat den damals 40 Jahre alten Lkw-Fahrer aus Rumänien im Dezember 2017 wegen Mordes und besonders schwerer Vergewaltigung zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Er hatte gestanden, die 27-Jährige am 6. November 2016 in den Weinbergen von Endingen vergewaltigt und getötet zu haben. Zudem wird ihm vorgeworfen, im Januar 2014 in Kufstein (Österreich) eine 20 Jahre alte Austauschstudentin aus Frankreich ermordet zu haben.

Der BGH hatte im November 2018 entschieden, dass über die Frage der Sicherungsverwahrung in Freiburg erneut verhandelt werden müsse. Die bisherige Begründung des Gerichts sei nicht ausreichend.

Wegen der Tat in Österreich werde sich der Mann vor dem Landesgericht Innsbruck verantworten müssen, sagte ein Justizsprecher. Dies sei aber erst möglich, wenn der Fall in Deutschland abgeschlossen sei.

Kerzen und Gedenkbriefe für die getötete Joggerin stehen in Endingen auf dem Stadtbrunnen. (Archivbild)
Kerzen und Gedenkbriefe für die getötete Joggerin stehen in Endingen auf dem Stadtbrunnen. (Archivbild)  © Patrick Seeger/dpa

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