Gruppenvergewaltigung Freiburg: Verteidiger der Angeklagten weisen Vorwürfe zurück

Freiburg - Der Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg wird am Montag (13 Uhr) mit der Vernehmung der Angeklagten fortgesetzt.

Eine Straße und die angrenzende Grünanlage im Industriegebiet Nord hinter einem Diskothekenareal wird nachts von Straßenlaternen erleuchtet. Hier sollen elf Männer eine 18-Jährige vergewaltigt haben.
Eine Straße und die angrenzende Grünanlage im Industriegebiet Nord hinter einem Diskothekenareal wird nachts von Straßenlaternen erleuchtet. Hier sollen elf Männer eine 18-Jährige vergewaltigt haben.  © DPA

Es ist der zweite Verhandlungstag in dem Strafprozess, der am vergangenen Mittwoch vor dem Landgericht Freiburg begonnen hat (TAG24 berichtete).

Die ersten drei der elf Angeklagten sind zum Prozessauftakt zu ihren Personalien vom Gericht näher befragt worden, nun sollen die weiteren Angeklagten folgen und zu ihrer jeweiligen Person aussagen. Bis auf eine Ausnahme haben alle angekündigt, zu den Vorwürfen der Anklage schweigen zu wollen.

Angeklagt sind Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren, die meisten von ihnen sind Flüchtlinge. Ihnen wird vorgeworfen, Mitte Oktober vergangenen Jahres eine 18-Jährige nachts in Freiburg nach einem Discobesuch in einem Gebüsch vor der Diskothek vergewaltigt zu haben.

Für den Prozess sind Verhandlungstage bis Ende Dezember geplant. Einen Termin für mögliche Urteile gibt es noch nicht.

Verteidiger der Angeklagten weisen Vorwürfe zurück

Update 16.35 Uhr: Die Verteidiger der elf angeklagten Tatverdächtigen haben die Vorwürfe der Anklage zurückgewiesen. Die junge Frau könne sich so gut wie nicht an die Tatnacht und nur an einen der mutmaßlichen Täter erinnern, sagte die Pflichtverteidigerin Kerstin Oetjen am Montag vor dem Landgericht Freiburg.

Zudem habe sie unter Drogen gestanden. Der Pflichtverteidiger Jörg Ritzel sagte, die Frau habe Sex massiv eingefordert. Beweise, die Vergewaltigungen belegten, gebe es nicht.

Einer der elf Angeklagten verdeckt sein Gesicht mit einer Mappe.
Einer der elf Angeklagten verdeckt sein Gesicht mit einer Mappe.  © DPA

Titelfoto: DPA

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