Studentin von Männer-Gruppe vergewaltigt: Darum zieht sich der Prozess hin

Freiburg - Im Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg rechnet das Gericht mit weiteren Verzögerungen.

Die in Freiburg Angeklagten halten sich Aktenordner vors Gesicht.
Die in Freiburg Angeklagten halten sich Aktenordner vors Gesicht.

Die umfangreiche Beweisaufnahme mache in den kommenden Monaten zusätzliche Verhandlungstage nötig, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Bürgelin am Donnerstag.

Der Plan, den Strafprozess Ende März nach dann 38 Verhandlungstagen abschließen zu können, sei nicht mehr realistisch.

Der Prozess hatte Ende Juni vergangenen Jahres am Landgericht Freiburg begonnen und sollte zunächst bis Jahresende dauern. Angeklagt sind elf Männer zwischen 18 und 30 Jahren wegen Vergewaltigung oder unterlassener Hilfeleistung. Die meisten von ihnen sind Flüchtlinge.

Ihnen wird vorgeworfen, Mitte Oktober 2018 die 18-Jährige nachts in Freiburg nach einem Discobesuch in einem Gebüsch vergewaltigt oder ihr nicht geholfen zu haben. Sie bestreiten dies oder schweigen zu den Vorwürfen.

Am Donnerstag war der 31. Verhandlungstag. Gehört werden sollte ein Gutachter. Dessen Aussage wurde jedoch verschoben, nachdem weitere Ermittlungsergebnisse publik wurden. Diese müssten erst ausgewertet werden, sagte der Vorsitzende Richter.

Fortgesetzt wird der Prozess am 13. Februar (Az. 6 KLs 181 Js 1138/19 AK 2/19 und 6 KLs 181 Js 35640/18 AK 3/19).

Der Prozess in Freiburg zieht sich nun in die Länge.
Der Prozess in Freiburg zieht sich nun in die Länge.  © Patrick Seeger/dpa

Mehr zum Thema Missbrauch:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0