Studentin von Gruppe vergewaltigt: Polizei fasst zehnten Verdächtigen!

Freiburg - Nach der Gruppenvergewaltigung einer Studentin (18) Mitte Oktober hat die Polizei einen zehnten Tatverdächtigen geschnappt!

Nach der Tat hatte die Polizei verstärkt Kontrollen durchgeführt.
Nach der Tat hatte die Polizei verstärkt Kontrollen durchgeführt.  © DPA

Der 18-Jährige ohne festen Wohnsitz sei nahe einer Gemeinschaftsunterkunft in Emmendingen entdeckt worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten. Ihm gelang es demnach zunächst, zu flüchten.

Einige Stunden später wurde er am Mittwoch in Freiburg festgenommen. Der Algerier sei polizeilich bereits durch Eigentums- und Drogendelikte bekannt gewesen.

Wie berichtet war die junge Frau in der Nacht auf den 14. Oktober nach einem Disko-Besuch in einem Gebüsch missbraucht worden.

Haupttäter soll der 29 Jahre alte Majd H. sein. Die Tat hatte deutschlandweit für Entsetzen gesorgt. Kurz nach der Tat hatte die AfD zu einer Demonstration aufgerufen, die linke Szene hielt dagegen. Nach der Demo gab eine Familie an, von Linksextremen attackiert worden zu sein.

Um das Sicherheitsgefühl der Freiburger Bürger stand es nach der Gruppenvergewaltigung bei Weitem nicht zum Besten. Sorge um die Sicherheit machte sich breit.

Der Missbrauch geschah in einem Gebüsch unweit einer Diskothek in Freiburg.
Der Missbrauch geschah in einem Gebüsch unweit einer Diskothek in Freiburg.

Als Reaktion darauf hatte Innenminister Thomas Strobl (CDU) mehr Polizisten zugesagt, ein neues Maßnahmenbündel sollte das Sicherheitsgefühl in Freiburg wieder stärken.

Die Polizei zeigte dann rund sechs Wochen nach der Tat deutlich Präsenz bei einer großangelegten Kontrollaktion mit Hunderten Beamten.

Die Region Freiburg war in der jüngeren Vergangenheit wiederholt Schauplatz schrecklicher Sexualverbrechen. So hatte der Mord an einer Studentin (19) im Oktober 2016 durch den afghanischen Flüchtling Hussein K. deutschlandweit für Entsetzen gesorgt.

Nur wenig später, im November 2016, war eine Joggerin (27) in Endingen nahe Freiburg vergewaltigt und ermordet worden. Ein rumänischer Lkw-Fahrer wurde für die Tat verurteilt.

UPDATE: 14.25 Uhr

Die nach der Tat gegründete Ermittlungsgruppe "Club" hatte nach dem zehnten Tatverdächtigen gesucht, weil dessen Körperspuren an der Kleidung des Opfers gefunden worden waren. "Wir haben gestern eine Speichelprobe genommen", sagte eine Polizeisprecherin einen Tag nach der Festnahme des 18-Jährigen.

Sollte die DNA nicht deckungsgleich sein, "müssen wir von einem elften Tatverdächtigen ausgehen." Unabhängig vom Ergebnis des Gentests seien die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen, betonte die Sprecherin.

UPDATE: 15.50 Uhr

Wie das Landeskriminalität soeben mitteilt, ist "die DNA-Probe des gestern Festgenommenen identisch mit der bislang noch offenen DNA-Spur".

Titelfoto: DPA

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