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Junge an Vergewaltiger verkauft: Mutter stand nicht im Fokus

Im Freiburger Missbrauchsfall muss nun untersucht werden, was schief gelaufen ist.
Der Missbrauchs-Prozess soll vorraussichtlich im April starten. (Symbolbild)
Der Missbrauchs-Prozess soll vorraussichtlich im April starten. (Symbolbild)

Freiburg - Nach dem jahrelangen Missbrauch eines Neunjährigen im Raum Freiburg hat das Land Baden-Württemberg eine Untersuchung des Falles angekündigt.

Die Rolle von Behörden und Justiz müsse kritisch hinterfragt werden, sagte Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Freiburg. Es sei nicht gelungen, den Jungen zu schützen.

Das Kind war nicht dauerhaft aus der Familie genommen worden, obwohl ein vorbestrafter Sexualstraftäter verbotenerweise mit dem Jungen und deren Mutter zusammenwohnte. Die Polizei hatte die Behörden zuvor gewarnt.

Das Kind wurde den Ermittlungen zufolge von seiner 47 Jahre alten Mutter und deren 37-jährigen Lebensgefährten über das Internet Männern aus dem In- und Ausland gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen. Es wurde demnach von mehreren Tätern wiederholt und an mehreren Orten in und um Freiburg missbraucht und vergewaltigt.

Das Jugendamt hatte den Jungen nach Hinweisen der Polizei im vergangenen März aus der Familie geholt. Zwei Gerichte hatten danach aber entschieden, dass der Junge zurück in die Familie komme.

Insgesamt sitzen wegen der Vergewaltigungen, die mehr als zwei Jahre gedauert haben sollen, acht Tatverdächtige zwischen 32 bis 49 Jahren in Haft. Ihnen drohen nun, getrennt voneinander, Gerichtsverfahren.

Der Junge habe den Lebensgefährten seiner Mutter "Papa" genannt, deshalb soll man nichts gemerkt haben (Symbolbild)
Der Junge habe den Lebensgefährten seiner Mutter "Papa" genannt, deshalb soll man nichts gemerkt haben (Symbolbild)

"Soweit ich die Sachlage bis jetzt kenne, war es ja nicht so, dass die Behörden nicht auf die Missstände in der Familie hingewiesen hätten", sagte der Minister: "Deshalb müssen wir nun auch mit den Kollegen der anderen Ministerien, also auch dem Justizministerium überprüfen, wo hier etwas schiefgelaufen ist."

Zudem gehe es darum, dem Neunjährigen nun optimal zu helfen, "damit er überhaupt noch die Chance auf eine eigene Biografie hat".

Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe wies am Montag Kritik an den Urteilen zurück. In der Mutter des Neunjährigen habe man keine Gefahr gesehen, sagte eine Sprecherin. Die Frau sei zuvor nicht mit dem Gesetz in Konflikt gekommen und habe nicht im Verdacht gestanden.

Zudem habe bereits das Gericht in der ersten Instanz angeordnet, dass der einschlägig vorbestrafte Lebensgefährte keinen Kontakt zu dem Kind haben und sich in der Wohnung nicht aufhalten dürfe. Dies habe die Mutter akzeptiert, auch in der zweiten Instanz.

Daher seien die Richter davon ausgegangen, der Junge sei sicher. Der Lebensgefährte hatte sich den Ermittlungen zufolge aber nicht an die Anordnung gehalten und hatte trotz des Verbotes bei der Familie gelebt.

Die Taten sollen sich zwischen 2015 und 2017 ereignet haben. (Symbolbild)
Die Taten sollen sich zwischen 2015 und 2017 ereignet haben. (Symbolbild)

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, forderte am Montag erneut, die Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen, so dass sich Entscheidungen stärker am Vorrang des Kindeswohls orientierten.

Die Sprecherin des OLG Karlsruhe stellte klar, dass die Entscheidungen der beiden Gerichtsinstanzen im Einvernehmen mit dem Jugendamt getroffen worden seien.

Lediglich die Mutter habe nach der ersten Instanz Beschwerde eingelegt und in der zweiten Instanz dann die Auflagen akzeptiert. Das Jugendamt habe gegen keine der beiden Richtersprüche Rechtsmittel eingelegt.

Ein erster Prozess im Freiburger Fall könnte Justizkreisen zufolge im Frühjahr beginnen. Dem Landgericht Freiburg liege bereits die erste Anklage vor, sagte ein Sprecher. Derzeit werde geprüft, wann ein möglicher Prozess starten könne. Dies werde voraussichtlich noch vor dem Sommer sein, unter Umständen im April. Um welchen Angeklagten es sich handelt, wollten Gericht und Staatsanwaltschaft nicht sagen.

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung forderte mit Blick auf den Fall unter anderem Verbesserungen bei den Jugendämtern. "Hier ist die Abwägung zugunsten des Kindeswohls nun völlig daneben gegangen und das Zusammenspiel zwischen Jugendamt und Familiengericht war falsch", sagte Johannes-Wilhelm Rörig am Montag im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF.

"Jugendämter brauchen mehr Personal, müssen besser hineinschauen können in die Familien." Zudem müssten Familienrichter entlastet und fortgebildet werden, um besser mit sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche umzugehen.

Auch enge Angehörige des Lebensgefährten der Mutter wollen von dem Martyrium des Jungen nichts mitbekommen haben. Man habe ihm nichts angemerkt, sagten Mutter und Schwester in einem am Sonntagabend ausgestrahlten "Spiegel TV"-Bericht.

Der Junge habe zu ihrem Bruder "Papa" gesagt, sagte seine Schwester. "Deswegen hat man nichts gemerkt, das ist es ja."

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