Junge zum Vergewaltigen verkauft: BGH prüft Urteile gegen zwei Männer

Karlsruhe - Im Fall des jahrelangen Missbrauchs eines Kindes in Staufen bei Freiburg verhandelt der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Donnerstag (9.15 Uhr) Revisionen gegen zwei Urteile des Landgerichts Freiburg.

Die Mutter (MItte) des Jungen und ihr Lebensgefährte (links) vor Gericht.
Die Mutter (MItte) des Jungen und ihr Lebensgefährte (links) vor Gericht.  © DPA

In beiden Fällen hat nach Angaben des BGH die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt, um vor allem Sicherungsverwahrung zu erreichen. In einem der zwei Fälle sei auch der Verurteilte in Revision gegangen.

Die beiden Männer waren im vergangenen Jahr in Freiburg zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Sicherungsverwahrung, wie sie Staatsanwaltschaft und Nebenklage forderten, hatte das Gericht damals abgelehnt.

Konkret geht es um einen damals 50 Jahre alten Soldaten der Bundeswehr (Az.: 6 KLs 160 Js 33561/17) und einen damals 33-Jährigen aus Spanien (Az.: 6 KLs 160 Js 32949/17). Die beiden hatten gestanden, den heute zehn Jahre alten Jungen mehrfach vergewaltigt und dafür Geld gezahlt zu haben.

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Der in Staufen lebende Junge war laut Gericht mehr als zwei Jahre lang von seiner Mutter und ihrem Lebensgefährten Männern aus dem In- und Ausland zum Vergewaltigen überlassen worden. Es gab in dem Fall acht Urteile, die meisten von ihnen sind rechtskräftig.

Über Jahre wurde das Kind vergewaltigt. (Symbolbild)
Über Jahre wurde das Kind vergewaltigt. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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