Beim Freigang mit JVA-Begleitung entwischt: Bundespolizei schnappt Ausbrecher

Angermünde - Am 23. Mai floh ein 28-jähriger Häftling nach einem begleitenden Besuch bei seinen Eltern in Schwedt/Oder (Landkreis Uckermark), wie TAG24 berichtete. Mehrere Wochen fehlte jede Spur vom gebürtigen Polen, doch am Montagabend klickten am Bahnhof Angermünde die Handschellen.

Er versuchte noch ein zweites Mal den Beamten zu entkommen, doch diesmal kam er nicht all zu weit. (Symbolbild)
Er versuchte noch ein zweites Mal den Beamten zu entkommen, doch diesmal kam er nicht all zu weit. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Dem 28-Jährigen gelang es, die beiden Justizvollzugsbeamten, die ihn begleitet hatten, mit einem Vorwand zu überrumpeln, wie Dr. Uwe Krink, Sprecher des Justizministeriums, im Mai kurz nach der Flucht.

Der Gefangene der Justizvollzugsanstalt (JVA) Neuruppin-Wulkow nutzte demnach einen vermeintlichen Toilettenbesuch aus, um für kurze Zeit entfesselt zu werden. Das Verhalten der Beamten sei jedoch vorschriftsmäßig gewesen, hieß es damals weiter.

Der 28-Jährige verbüßte nach Angaben des Ministeriums seit November 2016 eine Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten wegen Diebstahls. Die Polizei fahndete fieberhaft nach dem Mann - mit Erfolg.

Am Montag gegen 22.30 Uhr konnten Bundespolizisten den Mann am Angermünder Bahnhof identifizieren. Als der Mann sich ertappt fühlte, ergriff er sofort die Flucht. Doch weit kam er nicht: In einem naheliegenden Garten wurde er schließlich festgenommen.

Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten mehrere Gramm Marihuana und weitere Drogen sicher. Nun erwarten dem Polen zusätzlich ein Strafverfahren wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Am Dienstag soll der Mann in die Justizvollzugsanstalt nach Neuruppin zurückgebracht werden.

Titelfoto: dpa (Symbolbild)


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