Der Freistaat sucht immer noch nach Lehrern

Die CDU-Politikerin Brunhild Kurth (61) führt das Kultusministerium.
Die CDU-Politikerin Brunhild Kurth (61) führt das Kultusministerium.

Von Pia Lucchesi

Dresden - Endlich Herbstferien! Während sich die rund 451.000 Schüler freuen, machen die Schulbehörden Überstunden. Denn noch immer werden Lehrer gesucht.

Sachsen startete im August mit über 1 000 neuen Lehrern ins Schuljahr. Weiterer Einstellungsbedarf besteht: Sieben Stellen für Grundschullehrer sind aktuell noch nicht besetzt. Der Arbeitsmarkt ist aber (fast) leergefegt.

Und die Bewerber stellen Ansprüche: 70 Prozent von ihnen wollten nur Jobs in Dresden oder Leipzig annehmen. Jetzt schlägt die Stunde der Seiteneinsteiger, sagt deshalb Kultusministerin Brunhild Kurth.

Die größte Herausforderung für die Verwaltung besteht gegenwärtig in der Aufnahme der Flüchtlingskinder an Schulen. „Zunehmend stößt man dabei an personelle und räumliche Kapazitätsgrenzen“, sagt Dirk Reelfs, Sprecher des Kultusministeriums.

Um Flüchtlingskinder in Vorbereitungsklassen zu unterrichten, werden neben Lehrern für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) auch Pädagogen eingestellt, die das Fach Deutsch für Ausländer übernehmen. Der Finanzrahmen steht für 632 Stellen. Damit wurde die Stellenzahl gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt.

Reelfs: „Ein Großteil der zusätzlichen 300 Stellen ist bereits besetzt.“ Aber eben nicht alle. Zusätzliche Fortbildungskurse und mehr Studienplätze sollen zudem helfen, den zukünftigen Bedarf an DaZ-Lehrern zu decken.

Wie hoch der sein wird, ist derzeit noch völlig offen.

Lehrer, die das Fach Deutsch als Zweitsprache unterrichten, werden gesucht und sollen künftig verstärkt ausgebildet werden.
Lehrer, die das Fach Deutsch als Zweitsprache unterrichten, werden gesucht und sollen künftig verstärkt ausgebildet werden.

Foto: imago


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