Radioaktive Altlasten! Freital macht den letzten Stollen dicht

Unten im Stollen bereitet Bergarbeiter Tony Korlick die Abdichtung vor.
Unten im Stollen bereitet Bergarbeiter Tony Korlick die Abdichtung vor.  © Eric Münch

Freital - Die Collmberghalde bei Freital birgt radioaktive Altlasten. Auf einer Fläche von 17 Hektar liegen die radioaktiven Wismut-Reste. Um die Halde künftig zu sanieren, mussten alte Bergbau-Schächte abgesichert werden.

Der letzte wird aktuell verfüllt. Harte Bergbau-Arbeit, 30 Meter unter der Erde.

Der große Schacht führt zum ehemaligen Clausstollen aus dem Jahr 1873. "Hier haben sie früher Freitaler Kohle gefördert", so Bernd Richter (61), zuständig für die Umweltsanierung in Freital.

"Wir haben die alten Pläne studiert und die ehemaligen Schächte auf ihre Sicherheit geprüft."

Der Problem-Schacht wurde nur mit losem Gestein verfüllt.

Die Baustelle am alten Schacht in Freital in der Nähe der Collmberghalde.
Die Baustelle am alten Schacht in Freital in der Nähe der Collmberghalde.  © Eric Münch

Eine ständige Gefahr, die jetzt behoben wird. Damit er künftig richtig dicht ist, bekommt er eine Betonplombe.

"So sichern wir die alte Schachtsäule ab", sagt Bauleiter Martin Pfütze (34). Er rechnet aktuell mit rund 200 Kubikmetern Beton, die bis zu 30 Meter unter der Erde für Sicherheit sorgen sollen.

"Eigentlich wollten wir nicht so tief kommen, aber der Schacht war größer als erwartet. Wir mussten den weichen Tonstein herausschaffen", erklärt er.

Fünf Meter hoch soll die Betonsäule werden.

Den Rest füllen die Bergarbeiter auf. Eine Plombe für die Ewigkeit.

30 Meter tief geht es bislang im Schacht unter die Erde.
30 Meter tief geht es bislang im Schacht unter die Erde.  © Eric Münch