Mann kommt nach Messerangriff auf Freundin glimpflich davon

Hamburg - Nach einem beinahe tödlichen Messerangriff auf seine Lebensgefährtin ist ein 27-Jähriger in Hamburg zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Ermittler sichern nach der Bluttat in Hamburg Spuren. (Archivbild)
Ermittler sichern nach der Bluttat in Hamburg Spuren. (Archivbild)  © Telenewsnetwork (Archivbild)

In einem Prozess vor dem Landgericht habe die Staatsanwaltschaft am Dienstag ihre Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Hamburg zurückgenommen, sagte ein Gerichtssprecher.

Damit sei das erstinstanzliche Urteil rechtskräftig.

Der Angeklagte war am 10. Oktober vergangenen Jahres wegen Körperverletzung in zwei Fällen schuldig gesprochen worden.

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Laut Urteil des Amtsgerichts hatte er seiner Freundin bei einem Streit an Heiligabend 2017 so heftige Faustschläge ins Gesicht versetzt, dass sie blutende Platzwunden erlitt und im Krankenhaus behandelt werden musste.

Drei Monate später, in der Nacht zum 22. April 2018, hatte er der Frau auf der Simon-von-Utrecht-Straße in St. Pauli mit einem Messer in den Oberschenkel gestochen.

Die damals 26-Jährige war lebensgefährlich verletzt zwischen parkenden Autos zusammengebrochen.

Ein Justizbeamter steht beim Prozess im Saal des Landgerichts Hamburgs. (Symbolbild)
Ein Justizbeamter steht beim Prozess im Saal des Landgerichts Hamburgs. (Symbolbild)  © dpa/Christian Charisius

Der Täter flüchtete, während Passanten die Rettungskräfte riefen. Der Angeklagte hatte sich noch am selben Tag der Messerangriff als Affekttat.

Obwohl die Frau in akuter Lebensgefahr schwebte, ging es in dem Prozess nicht um ein versuchtes Tötungsdelikt.

Titelfoto: Telenewsnetwork (Archivbild)

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