Riesige Fridays for Future Demo in Köln

Köln - Die inzwischen weltweite "Fridays for Forture"-Bewegung erreicht an diesem Freitag weltweit einen ersten Höhepunkt. In Köln nahmen Tausende junge Menschen an der Fridays for Future Demo teil.

Hunderte Jugendliche versammelten sich am Freitag am Kölner Hauptbahnhof.
Hunderte Jugendliche versammelten sich am Freitag am Kölner Hauptbahnhof.  © Horst Konopke

"Heute wird nicht gelernt, heute wird demonstriert. Heute fordern wir ein, was uns sowieso zusteht: Eine lebenswerte Zukunft!" heißt es von den Organisatoren der Demo in Köln.

Am Freitagmorgen versammelten sich bereits gegen 9 Uhr einige Hundert Menschen vor dem Kölner Hauptbahnhof. Sie ziehen später zum Kölner Neumarkt, wo eine Zwischenkundgebung geplant ist, und dann zum Heumarkt.

Seit Wochen lassen junge Menschen deutschlandweit jeden Freitag den Unterricht ausfallen, um für eine bessere Klimapolitik auf die Straße zu gehen.

Die Aktivisten fordern unter anderem die Einhaltung der Pariser Klimaziele. Das Vorbild der Jugendlichen ist die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, die am 1. März in Hamburg zu Besuch war.

Die für diesen Freitag geplanten Proteste sind nach Angaben des Netzwerks "Fridays for Future" die bislang umfangreichsten. Sie sollen in mehr als 1650 Städten in 105 Ländern stattfinden, darunter allein fast 200 in Deutschland. Auch im Norden Deutschlands wurden zahlreiche Demos erwartet.

Update, 14.48 Uhr: Mitorganisatoren überrascht von Erfolg

Am Nachmittag traf die Kölner "Fridays for future"-Demo am Ebertplatz ein. TAG24 sprach mit Leander Dieckow (18), der zu einem der vielen Mitorganisatoren gehört. "Wir sind überwältigt von der großen Teilnehmerzahl. Das hat Mut gemacht!", sagte er im Gespräch mit TAG24.

Er hoffe, dass die inzwischen weltweite Bewegung weiterhin auf der Straße aktiv bleibe. Er würde es begrüßen, wenn nicht nur Schüler und Jugendliche auf die Straße gehen, sondern sich auch Gewerkschaften und andere gesellschaftliche Bündnisse der Bewegung anschlössen.

Der Appell der Bewegung richtet sich weiterhin an die Politik und die beschlossenen Klimaziele: "Sie sollen die gesteckten Ziele nicht nur beschließen, sondern auch umsetzen!"

Update, 14.40 Uhr: Die Demonstranten in Köln

Die 14-jährige Jana aus Köln findet es "ungerecht, dass die Politiker und Leute, die nicht mehr so lange auf der Erde sein werden wie wir, sich oft nur so wenig für den Klimaschutz einsetzen". Die gleichaltrige Tamara pflichtet ihr bei: "Man sieht ja überall, wie schlecht es der Welt geht. Darum wollen wir uns dem Klimawandel entgegen stellen."

Für die Teilnahme an der Demo nehmen sie Fehlstunden in Kauf. "Sechs Fehlstunden für das Klima sind ja nun auch nicht zu viel."

Anders ist es bei einer Reihe von Schülern des Kölner Hansa-Gymnasiums. Lehrerin Elenor Kern-Eversheim ist mit ihrer ganzen neunten Klasse gekommen. "Ich habe bei unserer Schulleitung einen Antrag auf eine Exkursion gestellt und das mit "aktiver Zukunftsplanung" begründet", sagt sie. Als Unesco-Projektschule engagiere sich das Hansa-Gymnasium ohnehin stark in den Bereichen Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung.

Auch zahlreiche Eltern sind bei den Demonstrationen dabei - zum Beispiel Hedwig Fritz aus Leverkusen, die ein Schild mit der Aufschrift "Parents for future" trägt. "Ich finde es großartig, dass die Schüler zivilen Ungehorsam zeigen, damit die Politiker endlich aufwachen", sagt sie.

Update, 12.49 Uhr: Große Beteiligung in NRW

Weit mehr als zehntausend Schüler, Studierende und Unterstützer haben sich in Nordrhein-Westfalen am Welt-Protesttag der Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" beteiligt.

Allein in Köln nahmen trotz des regnerischen und kalten Wetters rund 10.000 Menschen an dem Protestzug teil, wie die Polizei bestätigte. In Münster waren es laut Polizei rund 2300.

Ein buntes Bild bot sich am Freitag in Düsseldorf: Hier wurde eine Pappmaché-Figur der schwedischen Klima-Aktivistin Greta Thunberg aus dem Rosenmontagszug reaktiviert.

In Bonn beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 2500 Menschen an einer Demonstration. Auch in anderen Städten wie Wuppertal und Dortmund gingen Schüler auf die Straße.

Update, 12.12 Uhr: Demo zieht Richtung Heumarkt

Die Demo zieht inzwischen vom Kölner Neumarkt in Richtung Kölner Heumarkt. Dort soll eine Abschlusskundgebung stattfinden.

Update, 11.00 Uhr: Große Beteiligung bei Fridays for Future in Köln

Die Demo in Köln hat inzwischen den Neumarkt erreicht. Tausende Teilnehmer kommen hier zu einer Zwischenkundgebung zusammen. Rund um den Neumarkt kommt es zu Verkehrseinschränkungen.

Die Polizei sichert die Fridays for Future Demo ab.

Bei der Demo forderten Jugendliche einen besseren Klimaschutz.
Bei der Demo forderten Jugendliche einen besseren Klimaschutz.  © Horst Konopke
Die Polizei sicherte die Demo ab.
Die Polizei sicherte die Demo ab.  © Horst Konopke
Am Neumarkt sammelten sich am Freitag (15. März) Tausende Demonstranten.
Am Neumarkt sammelten sich am Freitag (15. März) Tausende Demonstranten.
Die Jugendlichen hatten viele Schilder und Transparente gebastelt.
Die Jugendlichen hatten viele Schilder und Transparente gebastelt.  © TAG24/Brüggemann

Titelfoto: TAG24/Brüggemann

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