Erste "Fridays for Future"-Demo in Leipzig: Hunderte Schüler protestieren für den Umweltschutz

Leipzig - Mehrere Hundert Menschen zogen am Freitag durch die Leipziger Innenstadt, um für den Umweltschutz zu demonstrieren. Der Großteil von Ihnen: Schüler und Schülerinnen, die sich unter dem Motto "Fridays for Future" für eine bessere Zukunft einsetzen wollen.

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler verschiedenster Leipziger Schulen nahmen am Freitag an der ersten großen "Fridays for Future"-Demo der Messestadt teil.
Zahlreiche Schülerinnen und Schüler verschiedenster Leipziger Schulen nahmen am Freitag an der ersten großen "Fridays for Future"-Demo der Messestadt teil.  © Eric Mittmann

"Wir sind jung, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut!", hallte es am heutigen Freitag durch die Leipziger Innenstadt. Mehrere hundert Menschen zogen als Teil der ersten großen "Fridays for Future"-Demo vom Willy-Brand-Platz über den Augustusplatz bis zum Wilhelm-Leuschner-Platz, um für den Klimaschutz zu streiken.

"Es nicht unsere erste Demo", erklärte Organisatorin Sophia Salzberger gegenüber TAG24. "Im Dezember haben wir bereits eine Kundgebung veranstaltet. Weil diese allerdings spontan stattfand, kamen lediglich 27 Leute. Von diesen haben acht weitergemacht und nun das hier organisiert."

Zwar war die Demo als Schülerstreik geplant, Sophia zufolge nahmen jedoch auch Studenten, FsJ'ler und ältere Leute teil. Die Demo hatte im Vorfeld an einigen Leipziger Schulen für Kontroversen gesorgt.

"Der Stadtschülerrat hatte sich gegen den Protest ausgesprochen mit der Begründung, dass wir eigentlich nur für Bildungsthemen streiken dürfen." Einige Schulen haben daraufhin die Teilnahme untersagt.

Nach einer kurzen Kundgebung auf dem Willy-Brand-Platz ging es über den Augustusplatz zum Wilhelm-Leuschner-Platz.
Nach einer kurzen Kundgebung auf dem Willy-Brand-Platz ging es über den Augustusplatz zum Wilhelm-Leuschner-Platz.

"Andere haben extra das Einverständnis der Eltern gesammelt und die Hälfte mancher Klassen hergeschickt", erklärt Sophia. Auch ihre Direktorin hatte die Teilnahme verboten. "Das kann ich allerdings verstehen, weil wir sie damit etwas überrumpelt haben." Sophia war dennoch da. Das Thema ist schlichtweg zu wichtig, sagte sie.

Festgelegte Ziele gäbe es dabei Sophia zufolge nicht. "Es gibt auch keine feste Organisation. Wir sind eine Bewegung, bei der es vor allem um den Umweltschutz geht. Wenn jemand sagt, dass es dabei vor allem darum geht, wenig Fleisch zu essen, ist ebenso willkommen, wie diejenigen, die sich für den Kohleausstieg einsetzen."

Sophia und ihre Mitstreiter planen nun, jeden Freitag eine Aktion zu veranstalten. Dafür soll es am kommenden Freitag sogar nach Berlin zur großen Demo für den Kohleausstieg gehen. "Wir werden allerdings nicht immer demonstrieren. Wir wollen in den kommenden Tagen zusammentragen, welche Aktionen möglich sind und dann einen Plan aufstellen."

Am 18. Januar protestierten die Leipziger Schüler zum ersten Mal im Kampf gegen den Klimawandel.
Am 18. Januar protestierten die Leipziger Schüler zum ersten Mal im Kampf gegen den Klimawandel.  © Eric Mittmann

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