Fridays for Future: Mehr als eine Million Teilnehmer allein in Deutschland!

Deutschland - Über eine Million Menschen sind nach Angaben von Fridays for Future am Freitag in Deutschland für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen.

Demonstranten nehmen am Klima Protesttag von Fridays For Future vor dem Brandenburger Tor teil und stehen vor der Bühne.
Demonstranten nehmen am Klima Protesttag von Fridays For Future vor dem Brandenburger Tor teil und stehen vor der Bühne.  © Jörg Carstensen/dpa

270.000 Menschen versammelten sich demnach in Berlin, bundesweit 1,4 Millionen, hieß es in einem Tweet der Bewegung.

Schätzungen der Polizei in den jeweiligen Städten lagen etwas niedriger als die Veranstalterangaben.

Zuvor hatten Fridays for Future zu einer globalen Streikwoche für mehr Klimaschutz aufgerufen.

Dafür waren Proteste in mehr als 2600 Städten in mehr als 150 Staaten angekündigt.

Die von der Schwedin Greta Thunberg angestoßene Protestbewegung wird von Schülern und Studenten getragen.

In Köln waren es laut Veranstalter 70.000, in Hamburg laut Polizei 70.000. In München und Hannover beteiligten sich gut 25.000 Menschen, und selbst in kleineren Städten wie Münster und Freiburg waren es rund 20.000.

Fridays for Future erklärte, 1,4 Millionen Menschen hätten in der Bundesrepublik demonstriert.

Scientists for Future melden sich zu Wort

Teilnehmer einer Demonstration stehen mit Schildern und Transparenten auf dem Dresdner Neumarkt vor der Frauenkirche. Die Demonstranten folgen dem Aufruf der Bewegung Fridays for Future und wollen für mehr Klimaschutz kämpfen.
Teilnehmer einer Demonstration stehen mit Schildern und Transparenten auf dem Dresdner Neumarkt vor der Frauenkirche. Die Demonstranten folgen dem Aufruf der Bewegung Fridays for Future und wollen für mehr Klimaschutz kämpfen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Auch unter anderem im südafrikanischen Johannesburg, dem indischen Delhi und in Athen gab es Demonstrationen. Allein in Australien folgten rund 300.000 Menschen dem Protestaufruf, wie die Veranstalter mitteilten.

Die von der Schwedin Greta Thunberg angestoßene Klimabewegung wird von Schülern und Studenten getragen. Sie fordern von der Politik mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderhitzung und die drohende Klimakatastrophe.

Vor allem müsse gemäß dem Pariser Klimaabkommen die globale Erwärmung auf unter 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit eingedämmt werden.

Zum globalen Klimastreik wiesen Umweltaktivisten von Scientists for Future auf wissenschaftliche Fakten zur Erderhitzung hin. So sei weltweit die Durchschnittstemperatur bereits um ein Grad gestiegen, relativ zum Zeitraum 1850 bis 1900, schrieben die Wissenschaftler auf Twitter.

Und die vergangenen vier Jahre seien die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen. Auch sei es erwiesen, dass der Mensch mit seinen Treibhausgasemissionen nahezu vollständig verantwortlich sei für dieses Temperaturplus.

Schon jetzt verursache die Erderwärmung in vielen Regionen Extremwetter wie Hitzewellen, Dürren, Waldbrände und Starkregen.


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