Fridays for Future gegen Siemens: Deshalb kommt es zu Demos in ganz Deutschland

München - Die Lage spitzt sich zu! Das erbitterte Ringen um die erheblich umstrittene Lieferung einer Siemens-Signalanlage für ein Kohlebergwerk in Australien geht in die Schlussrunde.

Die Klimaschutzbewegung protestiert vor Siemens-Büros in Städten. (Archivbild)
Die Klimaschutzbewegung protestiert vor Siemens-Büros in Städten. (Archivbild)  © Andreas Arnold/dpa

Am Freitag demonstriert die Klimaschutzbewegung Fridays for Future vor Büros des Unternehmens in mehreren deutschen Städten - unter anderem ab 12.00 Uhr vor der Konzernzentrale in München.

Zudem treffen sich am Freitag Siemens-Chef Joe Kaeser und Luisa Neubauer, Aktivistin bei Fridays for Future in Berlin. Der Konzern hatte am Donnerstag eine Einladung an die Klimaaktivistin bestätigt.

Hintergrund der Debatte ist ein Auftrag zur Lieferung einer Zugsignalanlage für eine geplante riesige Kohlemine in Australien, den Siemens erhalten hat. Klimaschützer fordern von Siemens, auf das Geschäft zu verzichten.

Nach Protesten hatte Konzernchef Kaeser Mitte Dezember angekündigt, den Auftrag auf den Prüfstand zu stellen.

Die entsprechende Entscheidung könnte noch in dieser Woche fallen, wie aus dem Unternehmensumfeld zu hören ist. Kreisen zufolge hat das Geschäft ein erhebliches Volumen von rund 20 Millionen Euro.

Der indische Industriekonzern Adani will in Australien eines der größten Kohlebergwerke der Welt aufbauen, das aus fünf Untertageminen und sechs Tagebaustätten bis zu 60 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr fördern soll. Das folglich äußerst umstrittene Projekt wird von Umweltschützern seit Jahren bekämpft.

Klimaschützer fordern von Siemens äußerst vehement, auf das lukrative Geschäft zu verzichten. (Symbolbild)
Klimaschützer fordern von Siemens äußerst vehement, auf das lukrative Geschäft zu verzichten. (Symbolbild)  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Titelfoto: Montage: Andreas Arnold/dpa, Jens Büttner/dpa-Zent

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