Luxus-Wohnungen oder Restaurant: Was wird nun aus der Friedensburg?

Die Friedensburg von Radebeul ist ein Zankapfel für Eigentümer und Stadt.
Die Friedensburg von Radebeul ist ein Zankapfel für Eigentümer und Stadt.  © Holm Helis

Bautzen - Im Zank um die Friedensburg von Radebeul urteilte jetzt das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen. Ein Ende des Streits ist damit aber noch nicht in Sicht. „Der Bebauungsplan der Stadt Radebeul wurde für unwirksam erklärt“, sagte Richter Thomas Ranft (42) nach der mehrstündigen Verhandlung am OVG.

Hintergrund: Die Stadt Radebeul wollte dem Besitzer auferlegen, dort eine Gaststätte zu betreiben, legte dafür den Bebauungsplan vor. Der Besitzer, ein Unternehmer, der Gebäude und Grundstück einst für zwei Millionen Euro kaufte, will im Objekt aber Luxuswohnungen unterbringen. Einer der künftigen Mieter ist beispielsweise Gourmet-Koch Gerd Kastenmeier (48).

Schon der Vorbesitzer der Friedensburg hatte gegen die Pläne der Stadt geklagt. Seit Jahren zieht sich der Streit durch sämtliche Instanzen. Nun steht per Urteil fest, dass der Bebauungsplan der Stadt unwirksam ist.

„Aber das Urteil ist noch nicht rechtskräftig“, warnt Richter Ranft. Es können noch Beschwerden eingelegt werden. Außerdem müsste nun der Eigentümer seinerseits Bauanträge stellen. Was freilich für neuen Zündstoff sorgen könnte, muss doch die unterlegene Stadt darüber entscheiden.

Und Radebeul könnte einen ganz neuen Plan für das Areal vorlegen. Fraglich, ob das alles ohne Streit abgeht.


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