Rätsel um blutverschmiertes Auto geht weiter: Jäger findet Verletzten in Wald

Friedewald - Nachdem ein blutverschmiertes und stark beschädigtes Auto in Osthessen aufgefallen ist, ist der Fahrzeughalter gefunden worden.

Ein Mann fand den 33-Jährigen in einem Hochsitz (Symbolfoto).
Ein Mann fand den 33-Jährigen in einem Hochsitz (Symbolfoto).  © DPA

Ein Jäger entdeckte den 33-jährigen Polen am Mittwochabend in einem Wald bei Friedewald an einem Hochsitz.

Der verletzte Mann war ansprechbar und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei Bad Hersfeld am Donnerstag berichtete. Ermittelt wird wegen eines möglichen Kapitalverbrechens.

Das Auto des Mannes war am Dienstagmorgen auf einem Firmenparkplatz entdeckt worden. Der Mann war bei dem dortigen Logistikunternehmen beschäftigt. Der Wagen mit polnischem Kennzeichen war außen blutverschmiert und beschädigt, mehrere Scheiben waren eingeschlagen (TAG24 berichtete).

Im Innenraum war Benzin ausgeschüttet und angezündet worden. Das Feuer erlosch jedoch aus bislang unbekannten Gründen. Neben dem Auto lag die komplette Kleidung eines Mannes. Bei der Spurensuche der Polizei stellte sich heraus, dass eine Person zumindest schwer verletzt gewesen sein muss.

Den Ermittlern erscheinen die Ursachen bislang rätselhaft. "Solch ein Fall ist mir in 26 Jahren Diensttätigkeit noch nicht untergekommen", sagte der Fuldaer Staatsanwalt Harry Wilke. "Da ist als Erklärung alles möglich. Wir wissen noch nicht, ob er sich selbst verletzt hat, oder ob er verletzt wurde. Beim Auffinden soll der Mann verwirrt gewesen sein. Er muss erstmal vernommen werden."

Der 33 Jahre alte Halter des Fahrzeugs arbeitete seit längerem für das Unternehmen als Fahrer. Er kam am Dienstagmorgen nicht zur Arbeit. Bei der großangelegten Suche wurde unter anderem auch ein Hubschrauber sowie eine Rettungshundestaffel eingesetzt.

Wie der Fahrer verletzt und der Wagen beschädigt wurde, konnten die Beamten zunächst noch nicht zuordnen. Die Ermittlungen dauern an.

Update, 16.04.1028, 15.20 Uhr: Der Fahrzeughalter hatte nach eigenen Angaben versucht, sich umzubringen, wie ein Polizeisprecher am Montag auf Anfrage sagte. Ein Jäger entdeckte den 33-Jährigen am Mittwochabend (11. April) in einem Wald bei Friedewald (TAG24 berichtete). Der verletzte Mann war ansprechbar.

Er sei aber sehr verwirrt gewesen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Zunächst war unklar, ob es sich um ein Verbrechen handelte. Der Fall hatte für großes Aufsehen gesorgt.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über versuchte Suizide zu berichten. Da sich der Vorfall aber komplett im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.


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