Friedrich Merz gibt Bodo Ramelow die Schuld am Wahl-Eklat in Thüringen

Apolda - Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat den Thüringer Linke-Politiker Bodo Ramelow scharf dafür kritisiert, bei der Wahl zum Ministerpräsidenten ohne absehbare Mehrheit kandidiert zu haben.

Friedrich Merz beim politischen Aschermittwoch der CDU in Apolda.
Friedrich Merz beim politischen Aschermittwoch der CDU in Apolda.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Dies sei der eigentliche Grund für die derzeitigen Probleme in Thüringen gewesen, sagte Merz beim politischen Aschermittwoch in Apolda (Kreis Weimarer Land).

"Der Auslöser war die Arroganz, die Überheblichkeit zu sagen, ich stelle mich hier zur Wahl", sagte Merz und erntete dafür großen Applaus.

Es wollten zwar nicht alle hören, aber Ramelow habe die Landtagswahl in Thüringen verloren, rief Merz den CDU-Mitgliedern zu. Ramelows Linke wurde bei der Landtagswahl Ende Oktober erstmals in Deutschland stärkste Kraft in einem Bundesland.

Weil aber SPD und Grüne Verluste hinnehmen mussten, hat Ramelows bisheriges rot-rot-grünes Bündnis keine Mehrheit mehr im Parlament. Merz sagte, bei der nächsten Landtagswahl in Thüringen sei die gesamte CDU Deutschland aufgefordert, in das Bundesland zu kommen, um die Thüringer Parteifreunde im Wahlkampf zu unterstützen.

Es dürfe nie wieder zu einer Situation kommen wie bei der Landtagswahl Ende Oktober, bei der die "politischen Ränder" so stark geworden seien, dass das Land unregierbar wurde, betonte Merz. Zugleich warnte er vor den Gefahren des Rechtsextremismus. "Wir haben dieses Problem unterschätzt", sagte Merz.

Merz will für den Vorsitz der Bundes-CDU kandidieren und konkurriert dabei mit dem CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen und dem NRW-Ministerpräsident Armin Laschet.

Am 25. April wird es auf einem Sonderparteitag zu einer Kampfabstimmung über die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer kommen.

Bodo Ramelow will sich nun am 4. März zum Ministerpräsidenten wählen lassen.
Bodo Ramelow will sich nun am 4. März zum Ministerpräsidenten wählen lassen.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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