Berliner Bezirk fordert Beschwerde-Flut gegen sexy Werbung

Bürgermeisterin Monika Herrmann (re, 53, Grüne) möchte eine Beschwerdeflut gegen sexistische Werbung erreichen.
Bürgermeisterin Monika Herrmann (re, 53, Grüne) möchte eine Beschwerdeflut gegen sexistische Werbung erreichen.  © dpa/123RF

Berlin – Bereits seit zwei Jahren ist sexy Werbung in Friedrichshain-Kreuzberg an vier Standorten, die dem Bezirk gehören verboten. Doch das reicht dem Bezirksamt noch nicht.

Bürgermeisterin Monika Herrmann (53, Grüne) bekämpft weiter den Sexismus in der Werbung. Darin würde die weibliche Sexualität missbraucht und suggeriert, Frauen seien wie Produkte käuflich. "Auf unterschiedliche Weise wird weibliche Sexualität für Werbezwecke missbraucht und Frauen als Sexualobjekte dargestellt", schreibt Herrmann in dem Grußwort zu einer jetzt veröffentlichten Broschüre.

In der werden die Bürger dazu aufgerufen, sich gegen derartige Werbung in ihrem Kiez zu beschweren, indem sie beispielsweise Briefe an den Deutschen Werberat. Da aber derartige Beschwerden oft nicht den gewünschten Erfolg, z. B. einer Rüge, hat sei es notwendig, kontinuierlich Beschwerden zu schreiben.

In diesem "Handlungsleitfaden zur Umsetzung von Maßnahmen gegen sexistische, diskriminierende und frauenfeindliche Werbung" liegen

Der liegen Musterbriefe für Beschwerden bei, außerdem wird anhand von zehn Kriterien erklärt, woran man sexistische Werbung erkenne. (z.B.: "Werbung, in der die Frau kaum oder sehr körperbetont be- kleidet und ohne Anlass lächelnd inszeniert wird, während der Mann vollständig und bequem bekleidet (z.B. in einem Anzug) ist.")

Gegenüber er B.Z. erklärte CDU-Fraktionschef Timur Husein (36), die Broschüre sei ein "Ein Aufruf zum Denunziantentum".

Titelfoto: dpa/123RF


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