Frische Milch zum Selberzapfen!

Das Zuhause des ersten Milchautomaten liegt direkt auf dem Gelände des Betriebs.
Das Zuhause des ersten Milchautomaten liegt direkt auf dem Gelände des Betriebs.

Kitzen - Milchbauern beklagen die niedrigen Milchpreise. Ein Betrieb bei Leipzig wurde erfinderisch, um dem entgegenzuwirken und stellte einen Frischmilch-Automaten zum Selberzapfen auf. Den Kunden gefällt's.

Seit Juli steht der Automat in einem kleinen Gebäude direkt neben dem Kuhstall der Agrarprodukte Kitzen eG, die Kühe im Blickfeld. Und er erfreut sich steigender Beliebtheit.

Täglich zapfen die Kunden rund 130 Liter frische Milch in mitgebrachte Flaschen und Kannen - für einen Euro pro Liter.

Das ist mehr als sie im Supermarkt zahlen müssten, doch "frische Milch schmeckt besser als die aus dem Tetrapack", versichert Hans-Uwe Heilmann, der im Vorstand der Agrargenossenschaft sitzt.

Seine Kunden scheinen ihm da zuzustimmen. "Da ist nichts pasteurisiert oder homogenisiert. Das ist einfach nur volle, weiche Milch", meint etwa Mirko Barth.

Für ein, zwei Liter Milch kommen die Leute nicht nur aus den umliegenden Dörfern, sondern legen auch mal 25 Kilometer von Leipzig aus zurück.

Deshalb plant das Unternehmen nun einen zweiten Frischmilch-Automaten, diesmal direkt in der Messestadt.

Ran an die "Zapfsäule" - frische Milch für einen Euro pro Liter zum Selberzapfen.
Ran an die "Zapfsäule" - frische Milch für einen Euro pro Liter zum Selberzapfen.

Fotos: dpa/Peter Endig


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