Wegen Gehbehinderung ausgesetzt? Fritzi braucht dringend Eure Hilfe

Halle (Saale) - Diese Geschichte geht jedem Tierfreund tief unter die Haut! Fritzi wurde im Herbst in Sachsen-Anhalt ausgesetzt. Wahrscheinlich, dass dem Besitzer der gesundheitliche Zustand des Pudelmix-Rüden über den Kopf gewachsen ist. Eine Operation des Vierbeiners ist zu riskant. Und so soll dem lebensfrohen Kämpfer mit Therapiestunden und einer Gehunterstützung geholfen werden. Und dafür braucht er Eure Hilfe.

Veränderte Brustwirbel drücken auf Fritzis Rückenmark und klemmen es beinahe komplett ab. Dadurch hat er Gehbeschwerden, die mit Therapien und einer Gehhilfe gelindert werden sollen.
Veränderte Brustwirbel drücken auf Fritzis Rückenmark und klemmen es beinahe komplett ab. Dadurch hat er Gehbeschwerden, die mit Therapien und einer Gehhilfe gelindert werden sollen.

Ende September wurde der kleine Pudelmix herrenlos in Wettin-Löbejün nördlich von Halle gefunden. Sein Besitzer hat sich seitdem nicht gemeldet.

Der etwa vier Jahre alte Rüde, der auf den Namen Fritz getauft und Fritzi gerufen wird, befindet sich in der Obhut des Tierschutz Halle e.V.. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin Christin Weilert nahm den gehandicapten Hund bei sich auf und kümmert sich liebevoll um den Vierbeiner. "Er ist bei mir in Pflege, weil er unterernährt, vermilbt und verwahrlost bei uns angekommen ist und wir ihn nicht in einem Zwinger unterbringen wollten", erzählt die 29-Jährige TAG24.

Bei einer Untersuchung in der Leipziger Uniklinik vergangene Woche stellten die Ärzte bei Fritzi veränderte Brustwirbel fest, die stark auf sein Rückenmark drücken. "Er kann laufen, hat aber seine Hinterläufe nicht richtig unter Kontrolle, teilweise stellt er die Pfötchen nicht auf sondern schleift sie hinterher", berichtet uns die Tierfreundin. Bei längerem Stehen verliert der Rüde das Gleichgewicht und kippe oft um. Durch sein Handicap sei Fritzi zudem inkontinent.

Fritzi braucht spezielle Therapie und eine Gehhilfe

"Er ist sehr lieb, anhänglich und bis auf sein Handicap unkompliziert", beschreibt Pflegemama Christin Weilert (29) ihren kleinen Mitbewohner, dem sie gern ein schönes Hundeleben schenken würde.
"Er ist sehr lieb, anhänglich und bis auf sein Handicap unkompliziert", beschreibt Pflegemama Christin Weilert (29) ihren kleinen Mitbewohner, dem sie gern ein schönes Hundeleben schenken würde.

Eine Operation kommt aufgrund der geringen Erfolgsaussichten und hohen Risiken für den Tierschutz e.V. aber nicht infrage.

"Wir können seine Symptome nur lindern", sagt Pflegemama Christin Weilert. "Er soll neben Physio- möglichst auch Osteopathie bekommen, um seinen Rücken und die Vorderläufe zu entlasten und den Erhalt von Muskel-, Nerven- und Gelenkfunktionen zu fördern". Die ehrenamtlichen Mitarbeiter erhoffen sich dadurch die Aufrechterhaltung seiner Gehfähigkeit und sein Gangbild sowie das Wohlbefinden sogar zu verbessern.

Auch bei seinen neuen Besitzern, die noch nicht gefunden wurden, sollte die Therapie fortgeführt werden. Zusätzlich wollen die Mitarbeiter auch sogenannte Expander anschaffen, die Fritzi beim Gehen unterstützen sollen.

"Leider übersteigen die Kosten unsere Möglichkeiten. Wir hoffen auf viele Spenden, denn Fritzi soll schnell geholfen werden", sagt seine Pflegemutter. Auch die erste Tierarztrechnung flattere in den nächsten Tagen ins Haus. Aber auch über Sachspenden freuen sich die Tierfreunde. "Jemand hat uns sogar schon ein orthopädisches Hundebett angeboten", berichtet Christin Weilert freudig. Das Spendenziel von aktuell 1350 Euro soll möglichst in den nächsten Monaten erreicht werden.

Der Tierschutz Halle e.V. hofft nun auf ein Weihnachtswunder für Fritzi, der laut der 29-Jährigen "sehr lieb, anhänglich und bis auf sein Handicap unkompliziert" sei.

Möchtet Ihr Fritzi helfen? Dann könnt Ihr unter >>> diesem Link spenden und Euch auch noch weiter über Fritzis Schicksal informieren. Wir sind uns sicher: Der kleine Pudelmix freut sich über jede noch so kleine Spende.

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