Mann verhindert Frontal-Crash mit Geisterfahrer auf A33

Weil ein 85-Jähriger falsch auf die A33 bei Paderborn abbog, musste ein anderer Autofahrer eine Vollbremsung hinlegen, um einen Crash zu vermeiden.
Weil ein 85-Jähriger falsch auf die A33 bei Paderborn abbog, musste ein anderer Autofahrer eine Vollbremsung hinlegen, um einen Crash zu vermeiden.  © dpa, 123rf

Paderborn - Es war nur wenige Stunden her, dass auf der A33 bei Paderborn drei Menschen bei einem Unfall starben (TAG24 berichtete), und kurze Zeit später fuhr der nächste Geisterfahrer auf der Autobahn. 

Die Ermittlungen der Polizei zum ersten Fall laufen noch. Sie geht davon aus, dass auch dafür ein Geisterfahrer verantwortlich ist. Allerdings ist bisher nicht klar, welcher der beiden Autofahrer in den Gegenverkehr raste.

Ein zweiter Unfall konnte am Montagnachmittag nur durch eine Vollbremsung verhindert werden. Ein 85-jähriger Mann aus dem Kreis Paderborn bog in falsche Richtung auf die A33 ab. Anstelle in Richtung Bielefeld fuhr er schließlich Richtung Brilon.

Ein Lieferwagenfahrer (64) musste abrupt abbremsen. Dadurch verhinderte er den Frontal-Crash mit dem Ford Focus des Rentners. Ein anderer, bisher unbekannter Autofahrer musste ebenfalls eine Vollbremsung hinlegen. Er fuhr anschließend allerdings weiter.

Der Fahrer des Lieferwagens beobachtete, wie der Geisterfahrer nach dem Beinaheunfall wendete und in die richtige Richtung weiterfuhr. Nachdem er die Polizei verständigte, nahm er die Verfolgung auf.

An der Ausfahrt Elsen verließ der alte Mann die Autobahn. Auf dem Heinz-Nixdorf-Ring konnte der Wagen mit dem 85-Jährigen am Steuer und seiner Frau auf dem Beifahrersitz von einer Polizeistreife gestoppt werden.

Die Polizei schaltete sofort die Staatsanwaltschaft ein und beschlagnahmte den Führerschein des Senioren. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.

Der unbekannte Autofahrer sowie weitere Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 05251/3060 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Titelfoto: dpa, 123rf


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