Alles, bloß kein Frost! So bringst Du Deine Pflanzen ins neue Jahr

Es ist höchste Zeit, sich in Haus und Garten um die Pflanzen zu kümmern.
Es ist höchste Zeit, sich in Haus und Garten um die Pflanzen zu kümmern.  © pixabay.com

Sachsen - Auch wenn vielleicht Deine dicken Jacken noch nicht zum Einsatz kamen: Der Winter steht vor der Tür!

Höchste Zeit, sich in Haus und Garten um die Pflanzen zu kümmern, damit diese sicher die kalte Jahreszeit überstehen.

Doch was muss man machen, damit unsere Garten- und Zimmer- Aufhübscher den den kalten Winter überstehen?

Mit den folgenden Tipps und Tricks erleben Deine Pflanzen bestimmt keine frostigen Zeiten!

Kübelpflanzen

Je kühler die Überwinterungstemperatur ist, desto dunkler kann auch der Raum sein.
Je kühler die Überwinterungstemperatur ist, desto dunkler kann auch der Raum sein.  © pixabay.com

Die meisten Kübelpflanzen müssen vor den ersten Minusgraden ins Winterquartier gebracht werden.

Exotische Schönheiten wie Palme, Banane, Oleander & Co. reagieren extrem empfindlich auf Kälte. Sie wollen in frostfreie Räume. Helle Keller, Garagen, Treppenhäuser, Wintergärten oder Gewächshäuser bieten sich da an.

Faustregel: Je kühler die Überwinterungstemperatur ist, desto dunkler kann auch der Raum sein.

Bei einer konstanten Überwinterungstemperatur von null bis fünf Grad kommen Myrte und Gewürzrinde sogar ohne Licht aus. Fünf bis zehn Grad sind ideal für die meisten Kübelpflanzen.

Der Gärtner René Stolle (33) vom Dresdner Gartenbau-Betrieb Rülcker sagt zum Gießen in den Wintermonaten:

„Seien Sie behutsam! Höchstens jede zweite Woche gießen. Die Erde darf nicht zu nass sein." Koniferen, Buchsbaum, Bambus oder Kirschlorbeer dürfen auch draußen überwintern.

Sie sind winterhart und dennoch schutzbedürftig! Im Kübel sind ihre Wurzeln frostempfindlich.

Tipp: Isolieren Sie den Pflanzkübel von unten mit einer Platte aus Styropor gegen Bodenkälte. Das Gefäß selbst, umwickelt man am besten mit Jute, Schilf, Vlies oder Noppenfolie, damit der Wurzelballen nicht durchfriert.

Eine Reisig- Abdeckung im Topf schützt zusätzlich. René Stolle erklärt: Bei Trockenheit müssen die so gelagerten Kübelpflanzen auch im Winter ganz sparsam gegossen werden.

Der Wurzelballen darf nie völlig ausdörren, sonst vertrocknen die Pflanzen. Achtung: Niemals bei Frost gießen!

Zimmerpflanzen

Der Winter stresst die Pflanzen und macht sie anfällig für Angriffe von Milben oder Läusen.
Der Winter stresst die Pflanzen und macht sie anfällig für Angriffe von Milben oder Läusen.  © pixabay.com

Brauchen Zimmerpflanzen im Winter auch ein Extra an Pflege? „Ja“, sagt der Dresdner Gärtner René Stolle.

Die Pflanzen mögen trockene Heizungsluft ebenso wenig wie fehlendes Licht. Besonders tropischen Gewächsen (Orchideen, Hibiskus) setzt die fehlende Luftfeuchtigkeit zu. Sie danken es sehr, wenn sie einmal pro Woche in den

Genuss einer Sprühnebel-Dusche mit lauwarmem (möglichst kalkarmem) Wasser kommen. Generell gilt jedoch für alle Zimmerpflanzen im Winter: Behutsam gießen!

Die Fensterbank ist in den Wintermonaten als Standort nicht mehr erste Wahl, denn bei den meisten befindet sich direkt darunter die voll aufgedrehte Heizung.

Wer keine Alternativen zu diesem Platz hat, sollte darauf achten, dass die Luft angefeuchtet wird und die Pflanzenblätter nicht die kalte Scheibe berühren. Der Temperaturschock lässt die Blätter braun werden, vielleicht sogar abfallen.

Zugluft - wie sie beim Lüften entsteht - können die meisten Pflanzen auch nicht leiden. Schon viele prächtige Ficus benjamina hat es dabei versehentlich nach Silvester entlaubt ...

Der Winter stresst die Pflanzen und macht sie anfällig für Angriffe von Milben oder Läusen. Auch da hilft „duschen“ den grünen Zimmergenossen.

Ein weiterer Ratschlag vom Gärtner: „Wischen Sie die Oberflächen der Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch ab. So kann sich dort kein Staub absetzen, der die Pflanze bei der lebensnotwendigen Fotosynthese behindert.“

Gartenpflanzen

Die Pflanze zurück zu schneiden wir erst im Frühjahr empfohlen.
Die Pflanze zurück zu schneiden wir erst im Frühjahr empfohlen.  © pixabay.com

Auch unter den Gartenpflanzen gibt es Frostbeulen, die warm eingepackt werden möchten:

Rosen: Die Veredelungsstelle ist die frostempfindlichste Stelle der Pflanze. Sie sitzt direkt oberhalb der Wurzel (da wo die Triebe beginnen). Schon beim Einpflanzen sollte man daher Rosen stets tief in die Erde bringen.

Auf Nummer sicher gehen Rosenfreunde, wenn sie im Oktober/November reichlich zwanzig Zentimeter Erde (oder Kompost) an die Rose anhäufeln.

Im Frühjahr zieht man dann den Haufen einfach zur Seite auseinander, sodass eine glatte Beet-Oberfläche wieder hergestellt wird.

Tipp: Wer Kompost verwendet, führt dem Boden damit gleich Nahrung zu.

Kräuter: Petersilie, Liebstöckel, Pimpinelle, Gartensalbei, Lavendel, Ysop sind winterharte Gartenkräuter. Nur bei eisiger Kälte ohne Schnee brauchen sie warme Decken aus Reisig oder Laub.

Anders liegt der Fall beim Rosmarin im Garten. Nur mit Glück bringt man ihn draußen über einen strengen Winter. Das beste ist, wenn der Stock mit trockenem Laub oder Erde möglichst hoch angehäufelt wird.

Auch Matten aus Kokos- oder Bambus eignen sich als Kälteschutz. Wichtig ist, dass die Wurzeln und auch die verholzten Zweige nicht erfrieren.

Experte Stolle: "Ein radikaler Rückschnitt empfiehlt sich erst im Frühjahr - nach der Blüte."


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