Mit diesen Wunderfrüchten bleibst du auch im Winter gesund

Vor allem im Winter sollte man das Immunsystem unterstützen.
Vor allem im Winter sollte man das Immunsystem unterstützen.  © 123RF

Dresden - Sie sollen uns gesund, schön und schlank machen: Superfoods. Lebensmittel, die als echte Nährstoffbomben gelten.

Aber wie super ist das? Können wir jetzt Beeren und Samen essen, um wie ein Supermodel auszusehen? Die Wahrheit liegt in der Mitte.

„Auch wenn sie als besonders gesund angepriesen werden: Superkräfte besitzen sie deshalb nicht“, sagt Antje Gahl, Ernährungswissenschaftlerin von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Grundproblem vieler dieser Vitaminbomben: Meistens sind es Exoten, die weit transportiert werden müssen und daher selten frisch sind. Auf bekannte Nahrungsmittel zurückzugreifen, ist oft genauso gesund.

Gahl: „Sogenannte Superfoods können den Speiseplan durchaus ergänzen und vervielfältigen, aber man sollte sich keine Wunder erhoffen.“ Vielmehr ist die hippe Kost eine willkommene Abwechslung.

Quinoa

Anders, als viele glauben, ist Quinoa kein Getreide. Die üppig wachsende Pflanze gedeiht in den südamerikanischen Anden und diente den Inka als Grundnahrungsmittel.

Quinoa-Samen können aber dem Getreide ähnlich verarbeitet werden, weswegen viele den Perureis auch als Pseudogetreide bezeichnen. Deswegen ist das Korn vielen Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit bekannt.

Heimische Alternativen: Ein weiteres Pseudogetreide ist Buchweizen.

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Chia-Samen

Die Samen aus Mexiko oder Lateinamerika sind kalziumreich, liefern viele Ballaststoffe, wertvolle Omega-3-Fettsäuren und Aminosäuren. Und sollen schlank machen. Sie besitzen eine hohe Quellfähigkeit. Insofern sind Chia gute Sattmacher, zum Beispiel in in Smoothies, Müsli und Joghurt.

Heimische Alternativen: Gute Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind geschroteter Leinsamen, Rapsöl und Nüsse.

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Chlorella

Die „Urzeit-Alge“ wird meist in Kapsel- und Tablettenform verkauft. Sie enthält viel Eiweiß und hat einen hohen Jod-Gehalt. Ein Jod-Überangebot kann allerdings gesundheitsgefährdend sein, da die Hormonbildung des Körpers gehemmt wird, wodurch eine Schilddrüsenunterfunktion mit Kropf-Bildung entstehen kann.

Heimische Alternative: Rote Bete liefert ebenfalls Vitamin B12 plus Folsäure und Eisen.

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Goji-Beeren

Bei uns werden sie vor allem aus China, als getrocknete Beeren angeboten. Den Früchten wird eine antioxidative Wirkung zugeschrieben, die vor Alterung bewahrt. Beworben wird auch eine Blutdrucksenkung oder Linderung von Schlafproblemen.

Heimische Alternativen: Paprika, Rosenkohl, Grünkohl und schwarze Johannisbeeren liefern ebenfalls einen hohen Vitamin-C-Gehalt. Calcium liefern Spinat oder Brokkoli.

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Acai

Die Früchte wachsen hauptsächlich in Brasilien an Palmen und werden dort vor allem als Saft oder Püree verzehrt. Die Frucht enthält Vitamine und Mineralstof- fe, auch essenzielle Fettsäuren. Beson- ders hervorgehoben wird ihr hoher Gehalt an Radikalfängern (Antioxidantien), die angeblich schlank machen.

Heimische Alternativen Heidelbeeren, Sauerkirschen, schwarze Johannisbee- ren oder einige rote Traubensorten ste- hen der Trend-Beere in nichts nach.

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