Baby gestorben! Kinder-Krankenschwester bekommt lebenslänglich

Marburg - Nach zehn Monaten Verhandlung wird am Donnerstag (10 Uhr) das Urteil gegen eine Marburger Kinderkrankenschwester erwartet, die drei Frühchen ärztlich nicht verordnete Medikamente verabreicht haben soll.

Zwei Kinder, die die Krankenschwester mit den Beruhigungsmitteln behandelte, überlebten. Eines verstarb (Symbolbild).
Zwei Kinder, die die Krankenschwester mit den Beruhigungsmitteln behandelte, überlebten. Eines verstarb (Symbolbild).  © dpa/Britta Pedersen

Die Kinder gerieten dadurch laut Staatsanwaltschaft in lebensbedrohliche Zustände. Die Anklage wirft der Frau unter anderem versuchten Mord vor.

Sie hatte auf der Frühchenstation des Universitätsklinikums in Marburg gearbeitet und soll den drei Babys zwischen Dezember 2015 und Februar 2016 Beruhigungsmittel gegeben haben, die nicht auf dem Behandlungsplan standen.

Die Frau schweigt zu den Vorwürfen. Zwei Kinder überlebten, ein Kind starb. Der Tod des Mädchens soll aber nichts mit den angeklagten Taten zu tun haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre Haft für die Angeklagte gefordert, die Verteidigung Freispruch.

Update, 10.47 Uhr: lebenslange Haftstrafe für Krankenschwester

Die Marburger Kinderkrankenschwester ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Das Landgericht Marburg sprach die Frau am Donnerstag unter anderem des versuchten Mordes, der gefährlichen Körperverletzung und der Misshandlung von Schutzbefohlenen schuldig.

Nach Überzeugung der Richter hat die 30-Jährige auf der Frühchen-Station der Marburger Uni-Klinik zwischen Dezember 2015 und Februar 2016 nicht ärztlich verordnete und medizinisch notwendige Beruhigungs- und Narkosemittel gegeben.

Die Frau hatte zu den Vorwürfen geschwiegen.

Der Prozess findet am Landgericht in Marburg statt.
Der Prozess findet am Landgericht in Marburg statt.  © dpa/Uwe Zucchi

Titelfoto: dpa/Britta Pedersen

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