Ein Baby tot! Zwölf Jahre Haft für Frühchen-Krankenschwester gefordert

Marburg - Im Marburger Frühchen-Prozess hat die Staatsanwaltschaft zwölf Jahre Haft für eine frühere Kinderkrankenschwester gefordert.

Die Vorfälle sollen sich auf der Neugeborenen-Intensivstation des Uni-Klinikums in Marburg ereignet haben (Symbolbild).
Die Vorfälle sollen sich auf der Neugeborenen-Intensivstation des Uni-Klinikums in Marburg ereignet haben (Symbolbild).  © Bernd Settnik/dpa

Die Anklagevertreterin beantragte diese Strafe am Donnerstag vor dem Landgericht Marburg unter anderem wegen versuchten Mordes, wie ein Sprecher mitteilte.

Die Angeklagte soll drei Frühchen ärztlich nicht verordnete Medikamente verabreicht haben. Die Babys gerieten dadurch laut Staatsanwaltschaft in lebensbedrohliche Zustände. Die Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen.

Die Frau war zwischen Oktober 2015 und Februar 2016 auf der Neugeborenen-Intensivstation des Marburger Uni-Klinikums tätig. Zwei der Kinder überlebten die angeklagten Vorfälle, ein Kind starb.

Der Tod des kleinen Mädchens soll allerdings nicht durch das Handeln der Angeklagten verursacht worden sein.

Der Prozess in Marburg wird mit den weiteren Plädoyers fortgesetzt.

Der Prozess wird vor dem Landgericht Marburg verhandelt.
Der Prozess wird vor dem Landgericht Marburg verhandelt.  © Uwe Zucchi/dpa

Titelfoto: Bernd Settnik/dpa

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