Was die Frühjahrsputzer alles an der Elbe fanden!

Thilo Klemz (46/v.l), Ronja (8), Frederike Müller (25), Ulrike Schüler (30), Julia Schulz (38) vom Elbhangfestverein sammelten Unrat nahe dem Blauen Wunder.
Thilo Klemz (46/v.l), Ronja (8), Frederike Müller (25), Ulrike Schüler (30), Julia Schulz (38) vom Elbhangfestverein sammelten Unrat nahe dem Blauen Wunder.

Dresden - Rund 1300 Dresdner kamen Sonnabend zwischen 9 und 12 Uhr zum Frühjahrsputz an die Elbe. Links und rechts des Flusses sammelten sie zwischen Pillnitz und Mickten tonnenweise Müll.

Volkmar Lautenbach (59) von der Dresdner Abfallwirtschaft zeigte sich zufrieden: „Gut 2500 Müllsäcke und 15 Container wurden bei der Aktion mit Abfall gefüllt.“ Das Gros des aufgelesenen Unrats bestand aus zerschlagenen Flaschen, alten Verpackungen, Kronkorken, Papier-, Plaste- und Folienresten.

Auch kuriose Funde brachten die Freiwilligen zu den Sammelstellen. Lautenbach: „Es wurden mehrere Ausweise, ein Laptop und eine Damenhandtasche gefunden. Sogar eine Munitionspatrone war dabei. Die haben wir der Polizei übergeben.“

Diverse Sendungen Flaschenpost fielen den Sammlern ebenso in die Hände. Volkmar Lautenbach war zufällig dabei, als man eine öffnete: „Ein Pirnaer Kind hatte die Nachricht für ein Mädchen namens Melissa geschrieben.“ Die Finder übergaben die Flaschenpost wieder dem Fluss. Vielleicht kommt sie an.

Und so lief's in Chemnitz

Im Stadthallenpark sammelten Stefanie Winter (28), Jakob Benning (27) und Marko Fichtner (38, v.l.) den Müll auf.
Im Stadthallenpark sammelten Stefanie Winter (28), Jakob Benning (27) und Marko Fichtner (38, v.l.) den Müll auf.

Chemnitz - Punkt 13 Uhr fiel am Samstag auf dem Neumarkt der Startschuss zur Aktion „Für ein sauberes Chemnitz“.

Mehr als 100 freiwillige Helfer kamen und befreiten die Innenstadt von Dreck, Glasscherben und Bonbonpapier. „Achtlos weggeworfene Dinge sind ein großes Problem“, sagt ASR-Betriebsleiter Manfred Wüpper (60).

„Durch die Organisation solcher Putztage wollen wir die Leute für einen bewussteren Umgang mit Müll sensibilisieren.“

Die engagierteste Reinigungstruppe wird mit dem Wanderpokal „Goldener Besen“ geehrt.
Die engagierteste Reinigungstruppe wird mit dem Wanderpokal „Goldener Besen“ geehrt.

Gesäubert wurden unter anderem der Park vor der Stadthalle, der Johannisplatz, der Getreidemarkt. Auch rund um den Nischel, auf dem Schillerplatz und Brühl ging es dem Winterdreck an den Kragen.

Manfred Wüpper: „In den kommenden Tagen wird weiter geputzt. Anwohner, Schulen, Vereine und Firmen sind aufgefordert, sich bis zum 18. April am großen Frühjahrsputz zu beteiligen.

Fotos: Ove Landgraf, Meinhold


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