Sonne im Frühling! Muss ich mich jetzt eigentlich schon eincremen?

Deutschland - Die Sonne lacht und unser Herz gleich mit! Endlich zieht in Deutschland der Frühling ein. Wanderwege, Biergärten, Wiesen an Flüssen, Zoo: überall tummeln wir uns jetzt wieder, um die wärmeren Temperaturen zu genießen.

Das herrliche Wetter lockt viele Menschen in den Biergarten. Auch dort kann man sich verbrennen und sollte sich schützen.
Das herrliche Wetter lockt viele Menschen in den Biergarten. Auch dort kann man sich verbrennen und sollte sich schützen.  © DPA

Denn schließlich haben wir einen der finstersten Winterzeiten hinter uns. So wenig Sonnenstunden wie in den vergangenen Monaten gab es selten. Das kann schon mal aufs Gemüt schlagen.

Deshalb ist es jetzt umso schöner, wenn man die Winterjacke endlich im Schrank verstauen kann. Doch die Euphorie um die wärmeren Temperaturen birgt nicht nur die Gefahr, in der Übergangszeit krank zu werden, sondern ruft noch ein ganz anderes Thema auf den Plan:

Muss ich mich jetzt eigentlich schon mit Sonnencreme schützen?

Die Antwort heißt: JA! Denn die Strahlung ist für unsere Haut jetzt noch viel gefährlicher als im Sommer. Unsere Haut wurde in den vergangenen Wochen und Monaten durch Kälte und Trockenheit strapaziert, hat kaum natürliches Sonnenlicht abbekommen.

Der Körper kann nicht von jetzt auf gleich in einen anderen Modus schalten, die Hautoberfläche ist noch nicht genug pigmentiert und hat auch noch nicht genug einer schützenden dünnen Hornhautschicht (nicht zu vergleichen mit der dicken Hornhaut) gebildet, um vor den Sonnenstrahlen geschützt zu sein.

Empfindliche Haut hat maximal für zehn Minuten Sonnenbad einen Eigenschutz.
Empfindliche Haut hat maximal für zehn Minuten Sonnenbad einen Eigenschutz.  © DPA

Wir vergessen oft, dass wir im Biergarten oder beim Radfahren mit Übergangsjacke und langen Hosen durchaus Hautstellen haben, die vor der Sonne ungeschützt sind.

In aller erster Linie natürlich das Gesicht! Doch auch versteckte Stellen wie der Hals, der Nackenbereich, die Arme, wenn bereits T-Shirt-Wetter herrscht, und vor allem die Kopfhaut sind ganz empfindlich. Nicht selten kommt man an einem Frühlingstag nach Hause und erschrickt sich darüber, wie rot man doch in Gesicht, auf dem Kopf oder an den Armen ist.

Die Sonnenstrahlen haben jetzt bereits eine extrem hohe Intensität, also sollten wir uns auch jetzt schon intensiv schützen. Für empfindliche Haut ist da durchaus Lichtschutzfaktor 50 empfehlenswert, für alle anderen mindestens 30!

Wichtig für Menschen mit Sonnenallergie ist, dass sie einen Sonnenschutz suchen, der frei von Öl, Parfümstoffen und Parabenen ist. Denn die juckenden Pusteln der sogenannten "Mallorca-Akne" können auch jetzt schon auftreten. Jeder Sonnenbrand führt zudem zu einem bleibenden Schaden der betroffenen Hautstelle.

Für das Gesicht sollte mein eine extra dafür ausgelegte Sonnencreme verwenden. Und habt ihr die vom Vorjahr noch im Schrank, dann checkt auf jeden Fall, ob sie noch haltbar ist! Vor allem bei Sonnenmilch sollte man aufpassen.

Generell gilt: die Haut besitzt einen Eigenschutz, der gerade einmal für zehn Minuten am Tag ausreicht. Wollte Ihr Euch mehr als zwei Stunden sonnen, dann sollte auf jeden Fall schon Schutz 30 genutzt werden. Ihr solltet die Creme mindestens eine halbe Stunde vor dem Kontakt mit der Sonne auftragen und gut einziehen lassen.

Wer Sport treibt, der sollte darauf achten, dass der Sonnenschutz beim ersten Schweißaufkommen nicht gleich verschwindet. Wenn Ihr alle Hinweise beachtet, steht einem ausgelassenen Frühlingstag mit unangenehmen Folgen nichts mehr im Weg!

Um solche Abdrücke zu vermeiden, solltet Ihr jetzt schon einen hohen Sonnenschutzfaktor nutzen.
Um solche Abdrücke zu vermeiden, solltet Ihr jetzt schon einen hohen Sonnenschutzfaktor nutzen.  © DPA

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