FSV-Coach Enochs garantiert: "In Würzburg zeigen wir ein anderes Gesicht!"

Zwickau - Der FSV Zwickau hat am Montagabend vom 1. FC Kaiserslautern schonungslos vor Augen geführt bekommen, wie krass die Unterschiede in dieser 3. Liga ausfallen können, wenn im Mittelfeld keinerlei Zugriff auf den Gegner erfolgt. Die 3:5-Pleite war das Ergebnis - diesmal. Nochmal darf so ein Ausrutscher nicht passieren. Dessen sind sie sich in der Stadionallee bewusst!

FSV-Coach Joe Enochs (vorn) und sein Co Danny König guckten bedient - so sollte das gegen Lautern nicht laufen.
FSV-Coach Joe Enochs (vorn) und sein Co Danny König guckten bedient - so sollte das gegen Lautern nicht laufen.  © Picture Point/Gabor Krieg

So viel Redebedarf wie Montagabend sah man selten. Direkt nach dem Halbzeitpfiff steckten FSV-Coach Joe Enochs, sein Assistent Danny König und Sportchef Toni Wachsmuth noch auf dem Platz die Köpfe zusammen, werteten den 0:2-Rückstand aus.

"In den ersten 30 Minuten hatten wir riesige Probleme. Wir wollten aggressiv gegen den Ball spielen. Das ist uns nicht gelungen. Trotzdem haben wir die Mannschaft absichtlich draufgelassen, damit sie sich selbst rausziehen", wollte Enochs sein Team an der Ehre packen.

Stattdessen setzte es acht Minuten nach dem Seitenwechsel das 0:3. "Das war der Nackenschlag", so Enochs. In der wilden Schlussphase gelangen Zwickau noch drei eigene Treffer.

Gleichzeitig setzte es zwei Gegentore. Enochs und Wachsmuth hatten deswegen nach dem Spiel noch allerhand zu besprechen. Beide standen nach der Pressekonferenz noch minutenlang zusammen. Der einhellige Tenor gegenüber TAG24: "Wir haben zu viele Angriffe auf die Dreierkette zugelassen."

Zwickaus René Lange (l.) war gegen den sauschnellen Timmy Thiele überfordert.
Zwickaus René Lange (l.) war gegen den sauschnellen Timmy Thiele überfordert.  © Picture Point/Gabor Krieg

Weil das neuformierte Mittelfeld - René Lange ersetzte Nils Miatke (Adduktoren) auf links, Marcus Godinho Morris Schröter auf rechts und Abwehrchef Davy Frick rückte für Leon Jensen auf die Sechs - besonders über die Außen ein ums andere Mal überlaufen wurde, drohte den "Schwänen" eine komplette Bruchhandlung.

Lauterns Coach Sascha Hildmann hatte im Wissen, dass Miatkes Galligkeit und Laufstärke fehlen würde, Timmy Thiele auf Rechtsaußen beordert. Mit dessen Geschwindigkeit konnte Miatke-Ersatz Lange einfach nicht mithalten.

"Diese Schnelligkeit ist generell schwer zu verteidigen", nimmt Enochs seinen Linksaußen in Schutz und stattdessen die Mannschaft sowie sein eigenes Coaching in die Verantwortung:

"Wir alle zusammen haben nicht das gezeigt, was wir bringen können. Ich kann aber garantieren, dass wir gegen Würzburg ein anderes Gesicht zeigen."

Mehr zum Thema FSV Zwickau:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0