Wacker Nordhausen soll die Insolvenz drohen!

Nordhausen - Überraschende Nachricht aus der Regionalliga Nordost! Der ambitionierte FSV Wacker Nordhausen soll große Zahlungsprobleme haben.

Die namhaften Spieler um Carsten Kamlott und Jan Löhmannsröben sollen seit zwei Monaten auf ihr Gehalt und ihre Prämien warten.
Die namhaften Spieler um Carsten Kamlott und Jan Löhmannsröben sollen seit zwei Monaten auf ihr Gehalt und ihre Prämien warten.  © Picture Point/Gabor Krieg

Das vermeldet die "Bild"-Zeitung. Dem Bericht zufolge sollen die Spieler bereits seit zwei Monaten auf ihre Gehälter und ihre Prämien warten. Zuvor sei zudem ein Gehalt verspätet gezahlt worden.

Ein namentlich nicht genannter Kicker sagte gegenüber der "Bild": "Mit uns redet niemand! Wir bekommen keine Begründung und werden uns jetzt zusammensetzen, wie es für uns Spieler weitergeht. Natürlich denkt man auch an das Thema Insolvenz. Wir müssen auch Rechnungen bezahlen."

Deshalb sollen viele Akteure für die anstehende Winter-Transferperiode bereits auf der Suche nach einem neuen Klub sein.

Trainer Heiko Scholz gab gegenüber der Zeitung zu: "Richtig ist, dass wir Schwierigkeiten haben. Die Situation ist nicht angenehm, weil man die in Nordhausen nicht kennt. Die Mannschaft macht ihr Ding trotzdem. Aber du kannst ja bei keinem hinter den Schädel gucken. Ich bin überzeugt, dass unsere Verantwortlichen diese Situation in den Griff bekommen."

Was genau die Gründe für die Schwierigkeiten sind, ist noch nicht bekannt.

Der FSV Wacker Nordhausen verpasste in den letzten Jahren regelmäßig den Drittliga-Aufstieg

Wacker-Coach Heiko Scholz muss seine Spieler trotz der schwierigen Situation weiter bei Laune halten.
Wacker-Coach Heiko Scholz muss seine Spieler trotz der schwierigen Situation weiter bei Laune halten.

Seit Jahren versucht Präsident Nico Kleofas, mit seinem Verein den nächsten Schritt zu gehen und in den bezahlten Profifußball, die 3. Liga, aufzusteigen.

Trotz namhafter und vermutlich auch teurer Mannschaften scheiterte Nordhausen in den letzten Jahren immer wieder an dieser Hürde.

So landete Wacker seit der Saison 2013/14 fast immer im oberen Tabellendrittel, wurde Fünfter, zweimal Dritter, Siebter, Zweiter und in der Vorsaison erneut Dritter.

Aktuell steht der FSV auf Platz fünf und hat vor dem 17. Spieltag sechs Punkte Rückstand auf Tabellenführer VSG Altglienicke.

Dazu wurde erst am 10. April bekanntgegeben, dass Stadionumbau des Albert-Kuntz-Sportparks vom Bund mit 1,044 Millionen Euro bezuschusst wird, um ihn "tauglich für das 21. Jahrhundert" zu machen.

Im Dezember 2018 wurden vom Land Thüringen sogar sechs Millionen Euro bereitgestellt. Insgesamt werden acht Millionen Euro für den Umbau veranschlagt, von denen auch Wacker einen Teil übernehmen soll.

Ob das finanziell nun noch möglich ist, bleibt abzuwarten. Das mit namhaften Spielern wie Carsten Kammlott und Jan Löhmannsröben gespickte Team muss jetzt trotz dieser Sorgen und Unruhe sportlich weitermachen. Am Mittwoch wurde beim BFC Dynamo mit 1:3 verloren, am Sonntag (13.30 Uhr) empfänft der FSV den FC Viktoria 89 Berlin.

Update 20.03 Uhr: Der FSV hat in Person von Präsident Nico Kleofas mittlerweile ein offizielles Statement veröffentlicht, in dem es heißt: "Es ist kein Geheimnis, dass wir im November in Probleme geraten sind. Dafür gibt es verschiedene Gründe."

Er sei "rund um die Uhr damit beschäftigt diese Situation zu entschärfen, um endlich Ruhe in dieses Thema zu bekommen. Mit dem Verein, Trainern und Spielern des FSV Wacker 90 Nordhausen habe ich offen über die Problematik kommuniziert. Ich wünsche mir, dass wir uns nun auf das Spiel am Sonntag konzentrieren und hoffe ..."

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