"Abstiegskampf olé": Der FSV lässt die nächsten Punkte auf der Strecke

Zwickau - FSV-Mittelfeldmann Davy Frick stank die unnötige Pleite gegen die Würzburger Kickers (1:2) gewaltig. "Ich muss bei aller Enttäuschung aufpassen, was ich sage", rang der Verteidiger um Worte. Verständlicherweise waren alle nach dem leichtfertig vergebenen Sieg maßlos bedient, doch nur wenige besaßen die Traute, ihren Ärger zu artikulieren.

Der Siegtreffer für Würzburg: Luca Pfeiffer (2.v.l.) befördert den Ball über FSV-Keeper Johannes Brinkies hinweg ins Netz.
Der Siegtreffer für Würzburg: Luca Pfeiffer (2.v.l.) befördert den Ball über FSV-Keeper Johannes Brinkies hinweg ins Netz.  © imago images/foto2press

Frick schlich nicht einfach wortlos in die Umkleide, sondern ging voran und stellte sich: "Wir hätten die drei Punkte verdient gehabt, weil die erste Halbzeit stark war. Wenn man kein zweites Tor macht und zum Spielende hin nicht mehr gut verteidigt, nervt das einfach. Hinten heraus kam einfach zu wenig. Da hatte sich der Ausgleich irgendwo angebahnt."

Im Mittelfeld schufen die Gastgeber über die technisch versierten Mike Könnecke sowie Fabio Viteritti zunächst ein leichtes Übergewicht, sammelten sofort die zweiten Bälle ein und hielten sie in den eigenen Reihen.

Die Westsachsen hatten die Partie nahezu eine Stunde im Griff, ließen nach Ronny Königs Führungstor aber noch vor der Pause drei gute Möglichkeiten liegen. Nils Miatke traf die Latte und Morris Schröter scheiterte mit zwei Solos an Gästekeeper Vincent Müller.

Das alles verpuffte ein Stück weit mit Viterittis Auswechslung nach rund einer Stunde. Coach Joe Enochs ließ nun mit König und dem wieder genesenen Elias Huth angreifen und beorderte Gerrit Wegkamp auf die Zehn, wo vorher Viteritti die Fäden zog.

FSV-Mittelfeldmann Davy Frick: "Wir sollten schleunigst aufpassen"

Davy Frick war nach der Heimniederlage sichtlich angefressen.
Davy Frick war nach der Heimniederlage sichtlich angefressen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Zwickau ließ danach (mal wieder) dringend nötiges Futter liegen. Allein im neuen Jahr waren es, die Jena-Pleite (1:2) eingerechnet, sechs Zähler. Zieht man das 2:2 gegen Meppen und 1860 München mit heran, blieben in der Rückrunde bereits zehn (!) definitiv mögliche Punkte auf der Strecke.

"Abstiegskampf olé", übt sich Frick in Galgenhumor: "Ehrlich. Wir sollten schleunigst aufpassen. Wir haben ein Heimspiel verschenkt!" Zu diesem Zeitpunkt war ihm noch nicht bekannt, dass die Konkurrenz aus Chemnitz, Halle oder Kaiserslautern ebenfalls mehr oder weniger Federn ließ.

Als Frick die Ergebnisse hörte, fühlte sich die Niederlage doppelt bitter an. "Da können wir wieder einmal Abstand gewinnen, aber es gelingt uns nicht. Wahrscheinlich brauchen wir dieses 'ständig gegen den Abstieg spielen'."

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