FSV-Coach Enochs: "Die Abwehr muss die Balance finden"

Zwickau - Die ersten sieben Spieltage waren eine kleine Achterbahnfahrt. Entweder der FSV Zwickau hielt hinten die Null oder aber er bekam gleich richtig die Hucke voll. Joe Enochs ging mit entsprechend gemischten Gefühlen in die Länderspielpause und legt nun verstärkt Hand an die Abwehrarbeit.

FSV-Coach Joe Enochs hat die Länderspielpause genutzt, um Schwachstellen zu beheben.
FSV-Coach Joe Enochs hat die Länderspielpause genutzt, um Schwachstellen zu beheben.  © Gabor Krieg

"In drei Spielen bekommen wir all unsere Gegentore", ärgert sich der Zwickauer Coach noch immer über die Pleiten bei 1860 München (0:3), MSV Duisburg (1:3) und zu Hause gegen den 1. FC Kaiserslautern (3:5).

"Auf der anderen Seite gehen wir vier Mal ohne Gegentor aus dem Spiel, holen damit drei Siege und ein Unentschieden. Wir müssen versuchen, in der Abwehr die Balance zu finden", meint Enochs mit Blick auf die kommende Heimpartie gegen den kriselnden KFC Uerdingen.

Die Rheinländer würden sich freuen, müssten sie sich nur mit dem Problem herumschlagen, das den FSV plagt. Seit acht Spielen ist der von Mäzen Mikhail Ponomarev finanziell hochgerüstete Traditionsklub um 2014-Weltmeister Kevin Großkreutz sieglos, flog zuletzt im Landespokal gegen Viertligist Rot-Weiß Essen raus.

Enochs betrachtet das Geschehen am Niederrhein mit Interesse, mehr aber nicht:

"Entscheidend ist, auf uns selbst zu schauen. Die Defensive benötigt Stabilität. Das genießt oberste Priorität. Die Niederlagen gegen Duisburg und Lautern waren eine schmerzliche Lehrstunde für uns. In Würzburg sind wir danach deutlich besser und gefestigter aufgetreten. Alles in allem haben wir nur drei Chancen zugelassen - und das in einem Auswärtsspiel." Das Ergebnis, ein 2:0, konnte sich sehen lassen, genauso wie die Leistung von Abwehrchef Christopher Handke, der erstmals bei einem FSV-Sieg mit auf dem Feld stand.

"Manche Kritik an 'Hundi' kam zu kurz. Gerade das 0:3 in München an ihm festzumachen, fand ich unfair. Klar kam er mit einer hohen Erwartungshaltung, doch mittlerweile hat er verinnerlicht, was wir wollen."

Christopher Handke (r., hier im Spiel gegen Lautern) hatte seine Abwehr zuletzt im Griff - das soll so bleiben.
Christopher Handke (r., hier im Spiel gegen Lautern) hatte seine Abwehr zuletzt im Griff - das soll so bleiben.  © Gabor Krieg

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