FSV-Rekordspieler Davy Frick zieht seinen Hut

Zwickau - Erst die Finanzkrise, dann das wochenlange Schneechaos: Der FSV Zwickau wurde im Spätherbst und Winter ordentlich durchgeschüttelt.

242 Pflichtspiele hat Davy Frick bisher für den FSV bestritten - es sollen noch einige dazukommen.
242 Pflichtspiele hat Davy Frick bisher für den FSV bestritten - es sollen noch einige dazukommen.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

Aber er weiß mit diesen Widrigkeiten umzugehen! Denn es gibt Spieler, die nix aus der Ruhe bringt, solche wie Davy Frick.

250 Pflichtspiele hat der 28-Jährige mittlerweile auf dem Buckel - so viel wie kein anderer Zwickauer Akteur nach der politischen Wende.

"Die Nachlizenzierung habe ich ganz ruhig mitverfolgt, weil ich die handelnden Personen kenne und zu keiner Zeit Zweifel an einem positiven Ausgang hatte", berichtet Frick.

Gleiches gilt für die schwierige Wintervorbereitung inklusive Spielausfall gegen Karlsruhe: "Ich ziehe vor jedem den Hut! Da gab es keine Klagen."

Genau so eine Einstellung ist morgen zum verspäteten Jahresauftakt gegen Eintracht Braunschweig gefordert.

"Das wird ein ganz schönes Brett!", meint Frick. Vom Tabellenstand lässt sich der erfahrene Mittelfeldmann nicht blenden.

Davy Frick im Duell mit Münsters Kevin Pires-Rodriguez.
Davy Frick im Duell mit Münsters Kevin Pires-Rodriguez.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

Er wird auch nicht müde das zu betonen: "Sie sind Letzter, aber was heißt das zum jetzigen Zeitpunkt? Vielleicht haben sie die 3. Liga als Zweitligaabsteiger in der Hinrunde unterschätzt. Qualität und Erfahrung sind vorhanden. Dazu haben sie sich im Winter mit Bernd Nehrig oder Marcel Bär gut verstärkt."

Wie bohrt man dieses dicke Brett am Besten? "Indem wir unsere Leistung zu 100 Prozent auf den Platz bekommen", antwortet Frick wie aus der Pistole geschossen.

Es geht um Galligkeit, Wille, Zweikampfbereitschaft. Seit siebeneinhalb Jahren wirft der gebürtige Thüringer genau diese Tugenden für den FSV in die Waagschale, feierte 2012 den Regionalliga- und 2016 den Drittligaaufstieg.

"Ich bin stolz, dass es solange gehalten hat. Im heutigen Fußball denkst du eigentlich nicht in solchen Zeitabschnitten, weil alles viel schnelllebiger zugeht", weiß Frick.

Zum Vergleich: Sachsenring-Zwickau-Ikone Alois Glaubitz absolvierte in 17 (!) Spielzeiten (1956-1973) 428 Spiele. Glaubitz' Vereinsrekord wird FSV-Identifikationsfigur Frick zwar nicht mehr erreichen, aber Luft nach oben ist vorhanden...

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