FSV muss ohne König den Betzenberg bezwingen

Zwickau - Julius Reinhardt hat in seiner Profi-Karriere viele Schlachten geschlagen. 39 Zweit- und 206 Drittligaspiele hat Zwickaus Abräumer bereits auf dem Buckel. Ihm kann man nix vormachen. Der Auswärtspartie am heutigen Samstag beim 1. FC Kaiserslautern, auf dem ehrwürdigen Betzenberg, begegnet "Jules" aber mit gehörigem Respekt.

Julius Reinhardt (am Ball) will die Kreise von Lauterns Florian Pick einengen.
Julius Reinhardt (am Ball) will die Kreise von Lauterns Florian Pick einengen.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Es war eine der WM-Arenen von 2006. Egal wie es läuft, gibt es immer einen großen Zuschauerzuspruch. Von daher ist es stets etwas Besonderes, dort zu spielen" betont Reinhardt.

Kaiserslautern ist nach wie vor eine große Nummer, agiert sportlich mit Zwickau aber komplett auf Augenhöhe. Dabei wähnten sich manche in der Pfalz bereits in anderen Spähren, als die Roten Teufel von Anfang November bis Mitte Dezember fünf Siege in Serie einfuhren. Seither zeigt die Formkurve mit fünf sieglosen Partien wieder nach unten.

"Selbst wenn sie etwas verunsichert sind, werden wir sie nicht unterschätzen. Es geht in dieser Liga halt extrem schnell. Man darf sich einfach keine Schwächephase leisten!", meint Reinhardt. Erst recht nicht in der Frühjahrsrunde, mag man da nachschieben.

"Wenn wir unsere restlichen Heimspiele gewinnen, sollte es in eine positive Richtung laufen"

Ronny König muss am Samstag tatenlos zuschauen - der Sturmtank sitzt seine Sperre wegen der 5. Gelben Karte ab.
Ronny König muss am Samstag tatenlos zuschauen - der Sturmtank sitzt seine Sperre wegen der 5. Gelben Karte ab.  © Picture Point/Gabor Krieg

Letztes Jahr war Zwickau im entscheidenden Moment da, hakte die bittere Pleite bei Fortuna Köln ab, gewann das nächste Heimspiel gegen Jena und holte bei Lautern ein 1:1. Es folgten sechs Heim- sowie ein Auswärtssieg und der damit verbundene Klassenerhalt. Von TAG24 darauf angesprochen, brach es aus Coach Joe Enochs heraus: "Dieses Wort in Gottes Ohren!"

Die Rot-Weißen würden es sofort unterschreiben. "Wenn wir unsere restlichen Heimspiele gewinnen, sollte es in eine positive Richtung laufen", meint Reinhardt. Gesellt sich dazu noch ein Dreier auf dem "Betze", umso besser.

Allerdings fehlt mit Ronny König der personifizierte Lautern-Schreck. Der 36-jährige Torjäger sah gegen Duisburg die fünfte Gelbe. Genauso erging es Morris Schröter, dem mit acht Assists besten Vorlagengeber.

Für Reinhardt in doppelter Hinsicht ein herber Verlust: "Wir teilen uns bei Auswärtsfahrten ein Zimmer. Ihr glaubt gar nicht, wie viel Aufbauarbeit das mit Morris immer ist. Von daher weiß ich gar nicht, was ich jetzt mache", lacht er.

Was er auf dem Platz zu erledigen hat, steht dagegen fest: Vor der Abwehr staubsaugen und die Kreise der treffsicheren Florian Pick (11 Tore) und Christian Kühlwetter (8) einengen.

Morris Schröter ist ebenfalls gelb gesperrt.
Morris Schröter ist ebenfalls gelb gesperrt.  © Picture Point/Gabor Krieg

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