Beim 1:2 in Jena: FSV zeigt schwächste Saisonleistung

Zwickau - Total zerknirscht waren Spieler und Trainer des FSV Zwickau am Montagabend nach der 1:2-Pleite beim FC Carl Zeiss Jena. Zu Recht!

Sauer! FSV-Coach Joe Enochs bemängelte besonders die Naivität seiner Jungs von den Gegentoren.
Sauer! FSV-Coach Joe Enochs bemängelte besonders die Naivität seiner Jungs von den Gegentoren.  © Picture Point/Gabor Krieg

Leichtfertig hatten die Westsachsen beim bis dahin abgeschlagenen Drittliga-Schlusslicht einen wichtigen Dreier aus der Hand gegeben. Der FSV riss zwar keine Bäume aus, hätte das aber nicht einmal gemusst, um die 1:0-Führung über die Zeit zu bringen.

"Wir müssen uns ganz klar vorwerfen, dass wir ein Spiel, in dem viel für uns lief, durch zwei Standards verlieren", kritisierte Sportchef Toni Wachsmuth nach dem Abpfiff, während das kickende Personal mit hängenden Köpfen an ihm vorbei in den Spielertunnel schlich.

Es ist nicht übertrieben, von der bis dahin schwächsten Saisonleistung zu sprechen. Jena, das selbst arg in den Seilen hing, erhielt derart Aufbauhilfe, da musste man sich schon am Kopf kratzen. "Uns gelang in der zweiten Hälfte vor dem Tor nicht viel, Jena aber auch nicht. Wenn es so ist, ist es nicht verboten, so ein Spiel auch mal dreckig 1:0 zu gewinnen", spricht Ex-FSV-Kapitän aus Erfahrung.

Auch FSV-Sportchef Toni Wachsmuth war nach der unnötigen Pleite angefressen.
Auch FSV-Sportchef Toni Wachsmuth war nach der unnötigen Pleite angefressen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Fabio Viteritti hatte die Rot-Weißen kurz vorm Pausenpfiff per Elfmeter - ein Geschenk von FCC-Verteidiger Pierre Fassnacht, der gegen Morris Schröter einfach plump zu Werke gegangen war - in Führung geschossen. Jena machte nach dem Seitenwechsel notgedrungen auf, doch Zwickau ging nicht darauf ein.

"Da müssen wir clever genug sein und auf das 2:0 hinarbeiten", moniert Coach Joe Enochs. Was ihn noch mehr grämte, war das naive Agieren bei und speziell vor den Gegentoren:

"Bevor wir über das Verteidigen von Standards sprechen, müssen wir darauf schauen, wie sie zustande kamen. Vor dem ersten Gegentor können wir unbedrängt zur Seite hinaus klären, tun das nicht und es entsteht ein Eckball. Beim zweiten Treffer hauen wir den Gegenspieler an der Seitenlinie grundlos um."

Solche Aussetzer darf sich Zwickau am Sonntag gegen Liga-Primus MSV Duisburg definitiv nicht leisten!

Maximilian Rohr (2.v.r.) nutzt köpft über FSV-Torhüter Johannes Brinkies hinweg zum Siegtor für Jena ein.
Maximilian Rohr (2.v.r.) nutzt köpft über FSV-Torhüter Johannes Brinkies hinweg zum Siegtor für Jena ein.  © Picture Point/Gabor Krieg

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