Nach Pokal-Blamage: FSV-Tugenden sind gefordert!

Zwickau - Da wurden den Schwänen aber ordentlich die Flügel gestutzt! Fünftligist (!) Inter Leipzig kegelte den FSV Zwickau im Viertelfinale mit 1:2 aus dem Sachsenpokal (TAG24 berichtete). Der Vorjahresfinalist schied sang- und klanglos aus und das nicht etwa aufgrund der Verkettung unglücklicher Umstände. Was die Westsachsen anboten, war einfach zu dürftig.

Jubel bei Inter Leipzig nach dem Pokal-Coup gegen den FSV Zwickau.
Jubel bei Inter Leipzig nach dem Pokal-Coup gegen den FSV Zwickau.  © Picture Point/Gabor Krieg

Coach Joe Enochs rang nach Abpfiff um die richtigen Worte. Er war sichtlich enttäuscht, wollte aber nicht allzu sehr den Stab über seiner Elf brechen.

"Wir wussten um die Schwere der Aufgabe, lassen dann aber zu viel vermissen. Statt die Platzverhältnisse anzunehmen, haben wir versucht zu viel spielerisch zu lösen. Wir haben den Pokalsieg - eines unserer beiden Saisonziele - verpasst. Wenn ich die Mannschaft jetzt vor dem wichtigen Spiel gegen Münster auseinander nehme, wäre das fatal", stellt sich Enochs vor seine Schützlinge.

Der Sachsenpokal, so bitter das Aus auch sein mag, ist nur halb so wichtig, wie der Drittliga-Verbleib. Für den sollten die Westsachsen bis zur Winterpause noch ein paar Meter machen. Zumal vor dem Jahreswechsel mit Münster und danach noch Chemnitz, Mannheim und Meppen direkte Kontrahenten warten.

"Es gab Phasen, da haben wir weder Zweikämpfe gewonnen, noch Chancen herausgespielt"

FSV-Coach Joe Enochs war total bedient.
FSV-Coach Joe Enochs war total bedient.  © Picture Point/Gabor Krieg

Allerdings kann es mit so einer (Nicht-)Leistung wie gegen Inter Leipzig gegen jeden Drittliga-Konkurrenten richtig haarig werden. "Es gab Phasen, da haben wir weder Zweikämpfe gewonnen, noch Chancen herausgespielt", kritisiert Sportchef Toni Wachsmuth. "Das hatte uns Leipzig voraus. Dadurch kommen sie ins Pokalfieber hinein. Genau das wollten wir von Beginn an vermeiden", so Wachsmuth.

Der langjährige FSV-Kapitän stellt unmissverständlich klar, was am Samstag gegen Münster gefordert ist:

"Wir müssen die Tugenden an den Tag legen, die uns stark machen - über komplette 90 Minuten. Dazu gehören für mich auch Standards. Es kann nicht sein, dass wir zahlreiche Ecken für uns bekommen und kein Tor machen. Da waren wir schon weiter. Auf der Gegenseite bekommen wir zwei Eckstöße gegen uns, aus denen dann auch das entscheidende Gegentor fällt."

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