"Für das Wetter kann niemand": So geht der FSV mit der Spielabsage um

Zwickau - Es gibt Premieren, auf die kann jeder verzichten! Die Absage der Drittligapartie zwischen dem FSV Zwickau und dem Karlsruher SC war so ein Fall.

Toni Wachsmuth: "Wir jammern nicht rum."
Toni Wachsmuth: "Wir jammern nicht rum."  © Picture Point

Wegen zehn Zentimeter Neuschnee musste erstmals überhaupt ein Heimspiel im 2016 eröffneten Stadion Zwickau witterungsbedingt abgesagt werden (TAG24 berichtete).

Dabei hatten die Westsachsen am Freitag noch alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Begegnung über die Bühne zu bringen. Der Platz wurde von zahlreichen Helfern beräumt. Vergeblich! In der Nacht zu Sonnabend fiel so viel Schnee, den konnte niemand verschwinden lassen, bis die Platzkommission Sonnabendmittag ihre Entscheidung fällte.

In den sozialen Medien kochten die Gemüter hoch, wurde die Frage gestellt, wozu es denn eine Rasenheizung gäbe. Die kann den Platz allenfalls vor Frost schützen. Zehn Zentimeter Neuschnee binnen zwölf Stunden schmelzen - unmöglich. Was vielen Fans ebenfalls sauer aufstieß: Es sei kein Versuch unternommen worden, eine zweite Schippaktion zu starten.

So verständlich der Unmut ist, aber von Sonnabendfrüh bis zur Entscheidung der Platzkommission hätten wohl kaum der komplette Rasen und die Traversen beräumt werden können.

Wie hatte FSV-Kapitän Toni Wachsmuth Freitagmittag auf der Pressekonferenz vor dem KSC-Spiel so treffend gesagt: "Für die Wetterlage kann niemand. Wir jammern auch nicht herum." Er sollte recht behalten. Für ihn und seine Teamkollegen ging es statt auf den Rasen wieder in die Kalthalle.

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