30 Jahre FSV: Aufstiege, Abstiege, zwei Insolvenzen und viele Tränen

Zwickau - Zu runden Geburtstagen lädt man sich gute Freunde ein. Der FSV Zwickau wird in diesen Tagen 30 - und Dynamo Dresden kommt am Donnerstag (18.30 Uhr) zu einem Testspiel. Drei Jahrzehnte FSV - es waren wilde Jahre, Aufstiege, Abstiege, zwei Insolvenzen, Trauer und Tränen pflasterten den Weg der Schwäne.

Aufstiegstrainer Gerd Schädlich: Er führte Zwickau 1994 in die 2. Bundesliga.
Aufstiegstrainer Gerd Schädlich: Er führte Zwickau 1994 in die 2. Bundesliga.  © imago images/Frank Kruzynski

Als einer der ersten Vereine überhaupt benannte sich der FSV nach der Wende um. Laut Satzung ist das Gründungsdatum der 1. Januar 1990. Allerdings: Am 31. Januar 1990 beschlossen die Mitglieder, aus der BSG Sachsenring den FSV zu machen. In der Saison 1990/91 gingen die Zwickauer erstmals unter diesem Namen an den Start.

Nach zwei vergeblichen Anläufen, über die damals übliche Aufstiegsrunde in die 2. Liga zu kommen, schaffte es Zwickau 1994 beim dritten Versuch. Die sportlich erfolgreichste Zeit begann.

Vier Jahre lang spielte die Truppe im Unterhaus. Platz fünf in der Saison 1995/96 war für den ersten DDR-Meister (1949) die bis heute beste Platzierung im gesamtdeutschen Fußball.

1998 folgte der Abstieg, der nicht nur sportlich war. Schon ein Kalenderjahr später musste der FSV zum ersten Mal Insolvenz anmelden. Der Niedergang schritt fort, führte 2005 sogar in die Landesliga. Zwar gelang der sofortige Aufstieg zurück in die Oberliga, finanziell blieb aber vieles im Argen. 2010 folgte die zweite Insolvenz.

FSV will Erfolgsgeschichte fortschreiben

Das waren noch Zeiten: Zwickau in der 2. Bundesliga - hier behauptet Jörg "Jockel" Kirsten (r.) den Ball vor Hannovers Matthias Kulmey. In der Saison 1995/95 wurde Zwickau Fünfter.
Das waren noch Zeiten: Zwickau in der 2. Bundesliga - hier behauptet Jörg "Jockel" Kirsten (r.) den Ball vor Hannovers Matthias Kulmey. In der Saison 1995/95 wurde Zwickau Fünfter.  © Imago images

Diese war irgendwie eine Wendepunkt in der Geschichte des FSV. Von da an ging es nur noch bergauf, fähige Leute führten den FSV in ruhige Fahrwasser - sportlich wie finanziell.

2012 stieg Zwickau in die Regionalliga auf, 2016 folgte der Sprung in die 3. Liga. Nach 18 Jahren waren die Westsachsen zurück im Profifußball und blieben. Als Sahnehäubchen zum Aufstieg gab es das schmucke neue Stadion in Eckersbach dazu.

Wie wild die Jahre nach der Wende waren, zeigt auch ein Blick auf die Trainer. 21 Übungsleiter hatte der FSV in den 30 Jahren unter diesem Namen. Hans-Uwe Pilz und Dirk Barsikow übten das Amt zweimal aus.

Am erfolgreichsten waren logischerweise Gerd Schädlich (1991 - 1996) und Torsten Ziegner (2012 - 2018). Die letzten Jahre seit 2010 waren eine Erfolgsgeschichte ohne große Skandale, mit guten Plänen und sportlichem Erfolg - und die will der FSV weiter fortschreiben.

Ex-FSV-Trainer Torsten Ziegner.
Ex-FSV-Trainer Torsten Ziegner.  © Picture Point/Gabor Krieg

Mehr zum Thema FSV Zwickau:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0