"Hau einfach mal drauf!" Dann traf FSV-Mittelfeldmann Viteritti

Zwickau - Der FSV Zwickau zeigte nach dem Pokal-Aus bei Fünftligist Inter Leipzig die nötige Reaktion und bezwang Preußen Münster mit 4:2. Danach herrschte kollektives Aufatmen.

Das 1:0 für den FSV! Vergebens streckte sich Münsters Keeeper Oliver Schnitzler nach dem von Fabio Viteritti (nicht im Bild) geschossenen Ball.
Das 1:0 für den FSV! Vergebens streckte sich Münsters Keeeper Oliver Schnitzler nach dem von Fabio Viteritti (nicht im Bild) geschossenen Ball.  © Frank Kruczynski

"Wir standen zu recht in der Kritik, nachdem wir am Mittwoch viele enttäuscht hatten. Ich bin unheimlich stolz, dass meine Mannschaft die richtige Antwort gegeben hat", pustete Coach Joe Enochs tief durch.

Genauso erging es Fabio Viteritti, der die Gastgeber mit einem direkten Freistoß aus 25 Metern in Führung geschossen hatte und später mit feinem Heber das 4:1 von Elias Huth auflegte. "Ich habe von außerhalb viel Kritik bekommen. Hoffentlich habe ich jetzt den ein oder anderen zufriedengestellt", hofft "Vitti", seine Kritiker besänftigt zu haben.

Im Verein zweifelte keiner an den Qualitäten des Neuzugangs. Alle standen hinter ihm, munterten ihn auf, drängten ihn regelrecht, den Freistoß gegen Münster zu schießen. "Ich wollte erst nicht. Davy Frick und Nils Miatke haben mir dann Mut zugesprochen, gemeint: Hau einfach mal drauf. Dann wurde es ein Sonntagsschuss", berichtet Viteritti.

Fünftes Saisontor für Viteritti

FSV-Mittelfeldmann Fabio Viteritti
FSV-Mittelfeldmann Fabio Viteritti  © p.p./Sven Sonntag

Für den Ex- Cottbuser war es das fünfte Saisontor. "Das gibt Selbstvertrauen, welches die letzten Wochen etwas wegging - auf der linken Seite." Obwohl der 26-Jährige seit Saisonbeginn gesetzt war und hinter Elias Huth (7) zweitbester FSV-Torjäger ist, kamen Selbstzweifel auf.

Wieso? Viteritti trumpfte zu Beginn im 3-5-2 als Zehner groß auf. Nachdem sich Nils Miatke am fünften Spieltag verletzte und das folgende Heimspiel gegen Kaiserslautern in die Binsen ging, wechselte Enochs auf 4-4-2 und beorderte Viteritti auf die linke Außenbahn. Dort besaß der nicht die Freiräume wie zuvor, kam dennoch - Münster eingerechnet - auf drei Tore und eine Vorlage.

Das pusht für die vier Spiele bis Weihnachten, angefangen mit der kniffligen Aufgabe bei Eintracht Braunschweig am Montag. Viteritti: "Wir gehen voll auf Sieg! Braunschweig ist Aufstiegskandidat. Von daher können wir befreit aufspielen."

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