Nach Braunschweig-Pleite fordert FSV-Mann Reinhardt rigorosen Auftritt gegen CFC

Zwickau - Zum wiederholten Mal hat sich der FSV Zwickau nach zuvor starkem Auftreten selbst ein Bein gestellt und fleißig Geschenke verteilt. Eintracht Braunschweig hat diese Geberlaune nicht einmal vollends ausgenutzt und fuhr deswegen "nur" einen 3:1-Sieg ein.

FSV-Sportchef Toni Wachsmuth war vor allem mit der Abwehrarbeit überhaupt nicht zufrieden.
FSV-Sportchef Toni Wachsmuth war vor allem mit der Abwehrarbeit überhaupt nicht zufrieden.  © picture point/Sven Sonntag

"Am Anfang können wir uns glücklich schätzen, dass wir nach leichten Fehlern nicht zurückliegen, danach, dass es nicht noch höher gegen uns steht", spricht Julius Reinhardt Klartext.

Agiert Nick Proschwitz (4.) kaltschnäuziger, steht es schon zeitig 0:1. Danach besaßen auch Niko Kijewski (5.) und Martin Kobylanski (7.) dicke Bretter, bis Marcel Bär (27.) die überfällige Braunschweiger Führung erzielte. Kobylanski (29.) legte nach katastrophalem Fehlabspiel von Fabio Viteritti sofort nach.

Reinhardt: "Über die individuelle Klasse Braunschweigs braucht man nicht zu diskutieren, wohl aber die Art und Weise unseres Spiels, vor allem, wie wir die Dinge gelöst oder eben auch nicht gelöst haben. Wenn du die Tore so einfach herschenkst, wird es, egal gegen welchen Gegner, richtig schwer."

Kritik von Sportchef Wachsmuth

Julius Reinhardt (r., hier gegen Braunschweigs Martin Kobylanski) fand nach der Niederlage der FSV bei der Eintracht viele Kritikpunkte im Spiel seiner Mannschaft.
Julius Reinhardt (r., hier gegen Braunschweigs Martin Kobylanski) fand nach der Niederlage der FSV bei der Eintracht viele Kritikpunkte im Spiel seiner Mannschaft.  © Picture Point/Gabor Krieg

Sportchef Toni Wachsmuth kritisierte eine "naive Verteidigung" - von der Mannschaft als Ganzem. Denn auch der dritte Gegentreffer fiel nach kräftiger Mithilfe. Elias Huth stoppte einen Kobylanski-Freistoß im eigenen Strafraum, statt ihn zu klären und lud Robin Becker (56.) förmlich ein. "Wir legen zwei Tore selbst auf. Das rächt sich", so Wachsmuth.

Viel Zeit, sich mit der Niederlage aufzuhalten, bleibt zum Glück nicht, denn bereits am Freitag steht das Westsachsenderby beim Chemnitzer FC an. "Das wird ein heißes Spiel, weil es für beide Vereine um sehr viel geht", weiß Reinhardt. Der gebürtige Chemnitzer verklickert seinen Kollegen deswegen, was Sache zu sein hat: "Mehr Konsequenz vor dem Tor und rigoroses Verteidigen vor dem eigenen Strafraum.

Und die Spendierhosen bleiben dann im Schrank. "Was wir Montagabend verteilt haben, waren relativ große Geschenke. Weihnachten ist aber erst in drei Wochen", mahnt Reinhardt.

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