Tarsis Bonga: Vom Publikumsliebling zum Buhmann beim FSV

Zwickau - Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft! Tarsis Bonga erfährt es derzeit am eigenen Leib.

FSV-Coach Joe Enochs hält weiter zu seinem Angreifer.
FSV-Coach Joe Enochs hält weiter zu seinem Angreifer.  © Picture Point

Zum Trainingsstart am 10. Juni war er neben Ronny König oder Joe Enochs das begehrteste Fotomotiv. Nach dem Treffer zum 2:0 beim Saisonauftakt gegen den Halleschen FC schossen die Beliebtheitswerte des 21-Jährigen vollends durch die Decke.

Und nun? Sobald Bonga bei Heimspielen am Ball ist, gibt's auf der Haupttribüne ein Raunen. Da fallen Wörter, die teilweise unter die Gürtellinie gehen. Spurlos geht das an niemandem vorbei.

"Tarsis spürt, dass er bei den Fans in der Kritik steht", berichtet Coach Joe Enochs. Das Resultat: Gegen Meppen fehlte dem Youngster nach seiner Einwechslung (74.) komplett die Bindung zum Spiel. In seinen Aktionen war die Verunsicherung zum Greifen, was dann teilweise in unbeholfenem Gestolper mündete.

Enochs hält trotzdem am Stürmer fest. Er bringt ihn zwar - im Gegensatz zu den ersten Spielen - nicht mehr von Beginn an, vertraut aber auf dessen Joker-Qualitäten. "Er braucht unsere Unterstützung, um aus seinem Formloch herauszukommen", erklärt der Fußballlehrer.

Enochs besitzt auch kaum Alternativen, um Bonga Selbstvertrauen einzuimpfen. Seit 2016 gibt es keine "U23" mehr, Spielpraxis und möglicherweise neues Selbstwertgefühl gibt es ergo nur über die 3. Liga oder den Landespokal.

Tarsis Bonga (r., gegen Unterhachings Max Dombrowka) steht bei den Fans in der Kritik.
Tarsis Bonga (r., gegen Unterhachings Max Dombrowka) steht bei den Fans in der Kritik.  © Picture Point

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