FSV hadert: "Manchmal ist es wie verhext!"

Zwickau - Sie kehrten zuerst vor der eigenen Haustür, statt Schiri-Schelte zu betreiben: Nach der Ingolstadt-Niederlage (2:4) ging man beim FSV Zwickau vor allem auf die indisponierte Leistung in der ersten Halbzeit ein und nicht etwa den strittigen Elfmeter für die Schanzer zum 1:3.

Julius Reinhardt (l.) versucht, Ingolstadts Torjäger Stefan Kutschke zu stoppen.
Julius Reinhardt (l.) versucht, Ingolstadts Torjäger Stefan Kutschke zu stoppen.  © picture point/Sven Sonntag

"Wir sind überhaupt nicht drin gewesen. Durch das 2:3 kurz vor der Pause gelingt es uns, das Ganze offen zu halten. So war das Spiel trotz der schlechten Leistung nicht ganz verloren", resümierte Nils Miatke den ersten Durchgang.

Der Anschlusstreffer von Morris Schröter in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hielt die Rot-Weißen am Leben, ließ sie neuen Mut schöpfen. Es ging ein Ruck durch die Mannschaft.

Das Zweikampfverhalten änderte sich grundlegend, was dazu führte, dass die zweiten Bälle bei Zwickau und nicht beim Gegner landeten und so eine Druckphase initiiert wurde. Miatke: "Da zitterte selbst so eine Spitzenmannschaft."

Julius Reinhardt stieß ins selbe Horn: "Ingolstadt hat gewackelt und wir können oder müssen das 3:3 schießen."

Er selbst hatte den Ausgleich in der Schlussviertelstunde auf dem Fuß, doch der Gegner fuhr ihm in die Parade.

FSV-Kicker Reinhardt: "Es wurden viele Bälle hinter die Kette gespielt, wo wir nicht hinterher kamen."

Der Anschlusstreffer von Morris Schröter ließ die Gäste aus Sachsen nochmal hoffen - am Ende reichte es aber nicht für einen Punktgewinn.
Der Anschlusstreffer von Morris Schröter ließ die Gäste aus Sachsen nochmal hoffen - am Ende reichte es aber nicht für einen Punktgewinn.  © picture point/Sven Sonntag

"Manchmal ist es wie verhext. Aber wir müssen auch ehrlich zu uns selbst sein und eingestehen, dass die erste Halbzeit nix war! Dort haben wir das Spiel verloren, denn wir können zur Pause auch höher als nur 2:3 zurückliegen", meinte Reinhardt.

Knackpunkt für ihn: Zwickau hat es nicht geschafft, Druck von der eigenen Dreierkette zu nehmen. "Es wurden viele Bälle hinter die Kette gespielt, wo wir nicht hinterher kamen. Das war nicht dolle, lag dann auch nicht an der ein oder anderen kniffligen Schiedsrichterentscheidung", kommt Reinhardt auf die Entstehung zum 1:3 zu sprechen.

Ingolstadts Dennis Eckert Ayensa ließ sich im Zweikampf mit Christopher Handke theatralisch fallen und holte so den Elfmeter zum späteren 3:1 raus - eine der Szenen, in denen die Westsachsen mit Dr. Riem Hussein und ihrem Schiedsrichtergespann haderten.

"Sie nimmt ihn nicht mehr zurück. Hoffentlich gleicht sich das in der Saison irgendwann nochmal aus", nimmt es Reinhardt sportlich.

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