FSV: Ausgleich trübt Schröters Freude über das erste Drittliga-Tor

Halle - "Es ist schon etwas ärgerlich, nur mit einem Punkt nach Hause zu fahren", gestand Zwickaus Torschütze Morris Schröter nach dem 1:1 (1:0) beim HFC.

Marcus Godinho (r.) war der erste Gratulant beim Torschützen Morris Schröter.
Marcus Godinho (r.) war der erste Gratulant beim Torschützen Morris Schröter.  © Picture Point/Gabor Krieg

Sein Ärger war verständlich. Die Gäste, die das letzte Mal im Jahr 2000 in der Saale-Stadt gewinnen konnten, lagen bis zur 82. Minute vorn. Dann traf Bentley Baxter Bahn aus dem Gewühl heraus zum Ausgleich.

Selbst HFC-Trainer Torsten Ziegner gestand: "Wir hatten heute keinen Punkt verdient. Zwickau war uns in fast allen Belangen überlegen. Sie waren präsent in den Zweikämpfen. Sie hatten die Mentalität, auf zweite Bälle zu gehen. Das war von meiner Mannschaft alles andere als gut."

Richtig gut war der Auftritt der Gäste. Da staunte selbst Trainer Joe Enochs: "Dass wir auswärts das Spiel bestimmen, ist schon ungewöhnlich für uns."

Halle kam in diesem Prestigeduell einfach nicht ins Spiel, was in erster Linie am beherzten und couragierten Auftritt der Westsachsen lag.

Sie ackerten, rannten, warfen sich in die Bälle und in jeden Zweikampf.

Mit diesem strammen Schuss erzielte Morris Schröter seinen ersten Zweitligatreffer.
Mit diesem strammen Schuss erzielte Morris Schröter seinen ersten Zweitligatreffer.  © imago images/Jan Hübner

Enochs: "Das ist das, was ich sehen will. Meine Jungs haben alles auf dem Platz gelassen. Schade, dass es am Ende nicht zwei Punkte mehr geworden sind."

Der Fußball-Lehrer wusste auch, woran das lag: "Wir müssen in der zweiten Halbzeit cleverer agieren und die Bälle vorn besser festmachen. In den letzten zehn Minuten war es wichtig, wenigstens das 1:1 zu halten."

Schröter ("Wir hatten nach der Pause zu wenig Ballbesitz-Phasen") schnappte sich mit dem FSV nicht nur einen Punkt, sondern auch den Spielball.

Der Grund: Erstmals seit drei Jahren erzielte er wieder ein Tor. Am 8. Oktober 2016 hatte er im Landespokal-Achtelfinale beim FC Grimma zum 2:0-Endstand getroffen.

In der 3. Liga war es im 90. Einsatz der erste persönliche Erfolg. "Jetzt hören im Training endlich die dummen Kommentare auf", lachte Schröter: "Ich hoffe, dass es nicht mein letztes Tor war."

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