FSV-Stürmer Wegkamp: "Befand mich im Formloch" Aber Durststrecke endet fulimant

Zwickau - Ist der Knoten bei FSV-Spieler Gerrit Wegkamp endlich geplatzt? Gegen den 1. FC Magdeburg beendete der 26-Jährige seine Sturmflaute und erzielte nach 529 Minuten ohne eigenes Tor den wichtigen 2:1-Siegtreffer.

Gerrit Wegkamp (l.) und Ali Odabas fubeln nach Wegkamps 2:1-Siegtreffer.
Gerrit Wegkamp (l.) und Ali Odabas fubeln nach Wegkamps 2:1-Siegtreffer.  © picture point/Sven Sonntag

"Damit haben wir uns für unser Spiel und das Miteinander belohnt", stellte sich "Wego" in den Dienst der Mannschaft. Nichtsdestotrotz war der fulminante 20-Meter-Kracher für ihn ein ganz besonderes Bonbon.

"Ich hatte den Ball schon ganz gut getroffen. Als er dann endlich in den Maschen war, habe ich mich riesig gefreut", holt Wegkamp aus: "Denn ich hatte echt eine Durststrecke hinter mir!"

Über Wochen schob er eine Bugwelle vor sich her, die sich von Spieltag zu Spieltag immer weiter auftürmte. August letzten Jahres hatte er beim MSV Duisburg (1:3) letztmals in der 3. Liga getroffen. Seither herrschte totale Ebbe. Das nagte immens am Selbstvertrauen. "Mitte der Hinrunde befand ich mich im Formloch", gibt Wegkamp offen und ehrlich zu.

Da wieder herauszufinden, gestaltete sich schwierig: "Es gibt Situationen, da läuft alles gegen dich. Man will sich besonders konzentrieren und obwohl man genau das tut, geht es gerade schief, klappen die Dinge einfach nicht."

In diesem Hamsterrad steckte er drin, fand aber dank der rot-weißen und der eigenen Familie wieder heraus.

FSV Coach Enochs über Wegkamp: "Gerrit hat hart an sich gearbeitet"

Die FSV-Mannschaft feierte in Magdeburg ausgelassen den Auswärtssieg.
Die FSV-Mannschaft feierte in Magdeburg ausgelassen den Auswärtssieg.  © picture point/Sven Sonntag

"Die Mannschaft hat mich sehr unterstützt. Außerdem taten mir die Winterpause und Weihnachten bei der Familie unheimlich gut", schöpfte der gebürtige Ochtruper (Münsterland), der im März erstmals Vater wird, über den Jahreswechsel neue Energie: "Ich bin gut in die Vorbereitung gestartet und habe geahnt, dass der Knoten endlich platzen würde."

Joe Enochs sieht es ähnlich: "Gerrit hat hart an sich gearbeitet und im Trainingslager in den Testspielen gegen Szeged und Keshla getroffen. In Magdeburg hat er sich dafür belohnt. Er besitzt die Chance und macht sie weg. Das freut mich für ihn."

Es darf aber keine Eintagsfliege sein. Enochs: "Er muss so weitermachen und mutig bleiben, aber gleichzeitig wissen, dass, sobald er ein kleines bisschen weniger gegen den Ball arbeitet, es ihm und der ganzen Mannschaft schadet."

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