Schwach gespielt und zweimal gepennt: FSV unterliegt HFC mit 0:2

Halle - Der FSV Zwickau hat am letzten Spieltag eine enttäuschende Vorstellung abgeliefert und eine verdiente Pleite bezogen. Beim Halleschen FC unterlagen die Westsachsen vor 6452 Zuschauern mit 0:2 (0:2).

Tor für Halle: Toni Wachsmuth (l.), Torschütze Martin Röser und Torhüter Johannes Brinkies.
Tor für Halle: Toni Wachsmuth (l.), Torschütze Martin Röser und Torhüter Johannes Brinkies.  © Picture Point / Gabor Krieg

Die Gastgeber attackierten früh und erzeugten gehörig Druck. Zwickau verfügte zwar über mehr Ballbesitz, besaß aber kaum die Möglichkeit einen Angriff geordnet auszuspielen, weil sofort ein Hallenser dazwischen ging. Dieses Pressing führte unweigerlich zu gefährlichen Umschaltsituationen, von denen der HFC gleich eine der ersten zur Führung nutzte.

Mathias Fetsch spielte in die Gasse auf Martin Röser, der sich im Zweikampf mit Toni Wachsmuth verzettelte, trotzdem aber irgendwie noch zum Abschluss kam und flach rechts unten einschoss (11.).

Zwickau spielte auf den Ausgleich, doch es fehlte der Tick Genauigkeit und die nötige geistige Frische. Vielleicht auch eine Folge des Kurztrips nach Mallorca unter der Woche. Jedenfalls taten sich die Gäste richtig schwer und luden sich noch mehr Blei auf die Schultern.

Nach Ballverlust von Ronny König zog der HFC das Tempo an und konterte im eigenen Stadion. Marvin Ajani legte auf Höhe des Elfmeterpunktes quer. Toni Wachsmuth kam einen Schritt zu spät und Stefan Kleineheismann schob unbedrängt zum 2:0 ein (25.).

Bentley Baxter Bahn (l.) und Erik Zenga.
Bentley Baxter Bahn (l.) und Erik Zenga.  © Picture Point/Gabor Krieg

Auf der Gegenseite gab es bis zum Pausentee nur eine Chance zu verzeichnen, bei der Daniel Gremsl an HFC-Keeper Michael Netolitzky scheiterte (16.). In der zweiten Hälfte bekamen die gut 800 mitgereisten FSV-Fans noch weniger zu sehen.

Ihre Mannschaft hing in den Seilen. Torjäger König war in seinem 100. Drittligaspiel komplett abgemeldet. Nicht eine gefährliche Eingabe landete beim 34-jährigen Angreifer.

Halle tat auch nicht mehr als nötig und wechselte nach einer Doppelchance für Röser (53.) und Fetsch (54.) vom Angriffs- in den Verwaltungsmodus.

So kurz vor der Sommerpause wollte sich niemand mehr verletzen. Irgendwie verständlich, zumal es für beide Klubs um nichts mehr ging.


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