Investoren wollen Stadion kaufen und beim Verein einsteigen: FSV soll kein "Scheich-Club" werden

Zwickau - Wechselt das Stadion Zwickau bald den Besitzer? Zahlungskräftige Investoren, die im Zuge der Ausgliederung beim FSV Zwickau einsteigen wollen, haben ein entsprechendes Kaufinteresse bekundet.

FSV-Vorstandssprecher Tobias Leege.
FSV-Vorstandssprecher Tobias Leege.  © Picture Point/Roger Petzsche

Noch befindet sich die Immobilie in Zwickau-Eckersbach bekundet im Besitz der städtischen Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau (GGZ).

"Ich kann bestätigen, dass sich mehrere Investoren mit der Thematik beschäftigen und konkrete Vorstellungen besitzen, wie sie ein Investment in den FSV mit einem Erwerb des Stadions verknüpfen.

Nun ist es an der Stadt Zwickau und der GGZ zu prüfen, ob und zu welchem Preis die Stadion-Immobilie zu veräußern ist", berichtet FSV-Vorstandssprecher Tobias Leege auf TAG24-Nachfrage.

Bei Baukosten von rund 21 Millionen Euro brutto dürfte der Verkaufspreis kein Pappenstiel sein! "In der derzeitigen wirtschaftlichen Lage an den Finanzmärkten beschäftigen sich finanzkräftige Kapitalgeber mit alternativen Anlagemöglichkeiten. Dazu gehören auch Sportstätten oder eben Fußballvereine. Für sie lohnt sich eine Investition nur mit Gestaltungsmöglichkeiten auf beiden Seiten", erklärt Leege.

Zwickau wird also kein "Scheich-Club"

Noch befindet sich das Stadion im Besitz der städtischen Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau (GGZ). Doch Investoren haben Interesse bekundet, es zu kaufen.
Noch befindet sich das Stadion im Besitz der städtischen Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau (GGZ). Doch Investoren haben Interesse bekundet, es zu kaufen.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Bei den Investoren, die ein Auge auf die Westsachsen geworfen haben, handelt es sich laut Leege um Geldgeber aus dem europäischen Raum.

Zwickau wird also kein "Scheich-Club". Aber auch Uerdingen sei ein warnendes Beispiel. Leege: "Es besteht mit den derzeitigen Interessenten Einigkeit, dass die Gelder nicht nur konsumiert werden. Das Investment soll strategisch verwendet werden und auch in die Infrastruktur fließen."

Unter anderem sollen die noch offenen Stadion-Ecken bebaut werden.

Unabhängig von den großen Investoren-Plänen sollen auch kleinere, regionale Geldgeber als Anteilseigner beim FSV zum Zug kommen.

"In einem ersten Schritt sind zehn Prozent für Anleger vorgesehen, mit denen drei Millionen Euro Kapital eingesammelt werden", so Leege.

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