Zwickau schockt Großkreutz: FSV siegt völlig überraschend in Uerdingen

Duisburg – Der FSV Zwickau hat sich nach vier Spielen ohne Sieg eindrucksvoll zurückgemeldet! Bei Spitzenteam KFC Uerdingen setzten sich die Westsachsen nach Treffern von Toni Wachsmuth (64.) und Nico Antonitsch (75.) überraschend mit 2:1 (0:0) durch.

Der FSV Zwickau stellte dem Star-Ensemble um Weltmeister Kevin Großkreutz (re.) ein Bein.
Der FSV Zwickau stellte dem Star-Ensemble um Weltmeister Kevin Großkreutz (re.) ein Bein.  © Picture Point/Gabor Krieg

Joe Enochs hatte seine Elf gegenüber der Osnabrück-Niederlage auf drei Positionen verändert. Alexandros Kartalis, Kevin Hoffmann sowie Mike Könnecke erhielten den Vorzug vor Nils Miatke, Davy Frick und Tarsis Bonga. Bei Uerdingen agierten neben Ex-Weltmeister Kevin Großkreutz die ehemaligen Bundesligaprofis Dominic Maroh, Stefan Aigner und Maximilian Beister.

Das KFC-Starensemble brauchte nicht lange, um zur ersten Chance zu kommen. Nach scharfer Eingabe von Rechtsaußen hechtete FSV-Keeper Matti Kamenz volles Ballett in den Fünfmeterraum und kollidierte mit Wachsmuth (7.). KFC-Angreifer Beister war sofort zu Stelle, konnte aus der kleinen Unsicherheit jedoch kein Kapital ziehen.

Ansonsten gingen die ersten 20 Minuten ziemlich geräuschlos über die Bühne. Die aktive Fanszene beteiligte sich mit lautlosem Protest an der deutschlandweiten Aktion „Ihr werdet von uns hören - oder auch nicht!“, die sich gegen die zunehmende Kommerzialisierung durch DFB und DFL richtet.

Zwickau konnte die Geisterkulisse in der ohnehin nur spärlich besetzten Schauinsland-Reisen-Arena recht sein. Was die Abwehr bot war solide und anständig. Daran änderte sich auch nichts, als René Lange nach 25 Minuten wegen Adduktorenproblemen runter ging.

Zwickau agierte ruhig und wurde für die geduldige Spielweise nach der Pause belohnt. Hoffmann legte per Eckball maßgenau an den Fünfer und Wachsmuth köpfte wuchtig ein. Das hätte für Sicherheit sorgen müssen - nicht jedoch bei Kamenz, dem sechs Minuten später beim Herauslaufen ein folgenschwerer Fehler unterlief, der zum Ausgleich durch Aigner führte (70.).

Zum Glück für den jungen Keeper konnte Antonitsch diesen Fehler nach scharfer Hoffmann-Flanke wieder ausbügeln und den Sieg sichern. Krefeld komplett bedient, erst recht, als Johannes Dörfler in der Nachspielzeit noch Gelb-Rot sah.


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