Sieg verschenkt: FSV-Knipser König ärgert sich über die schwache Defensive

Zwickau - An Ronny König hat es nicht gelegen, dass sich der FSV Zwickau zuhause nur mit 2:2 (2:0) von Hansa Rostock trennte. Nach einem Doppelpack des Oldies befanden sich die Westsachsen bereits auf der Siegerstraße, um sich dann selbst aus der Spur zu manövrieren.

Da war die Welt noch in Ordnung: Ronny König jubelt nach seinem 1:0, wenig später schoss er auch das 2:0.
Da war die Welt noch in Ordnung: Ronny König jubelt nach seinem 1:0, wenig später schoss er auch das 2:0.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Wir müssen die Führung einfach über die Zeit bringen. Sich bei Gegentoren so anzustellen, da wird es einfach schwer", urteilt König. Der 35-jährige Routinier zeigte am Sonntag auf, wie Zwickau in den letzten zwei Drittliga-Spielzeiten bestand und wie man wohl auch jetzt nur bestehen kann. Insofern waren es gegen spielstarke Rostocker zwei verschenkte, denn ein gewonnener Punkt.

Dabei hatte die Enochs-Elf zunächst Glück, dass Schiedsrichter Henry Müller in der dritten Minute nach einem Handspiel von Alexandros Kartalis nicht auf den Punkt zeigte. Im direkten Gegenzug spielte König seine Lufthoheit aus und traf nach Eckball zum 1:0 (5.) und knapp eine halbe Stunde später gedankenschnell per Fuß zum 2:0 (34.).

Die Qualität sieht er nach wie vor, aber das allein reicht eben nicht. "Das ist eine Kopfsache. Wir machen nicht die entscheidenden Meter zurück, was wir intern ansprechen müssen", meint Zwickaus Vizekapitän zur fehlenden Arbeit gegen den Ball.

Beide Gegentreffer wurden auf der linken Abwehrseite eingeleitet. In der Mitte stand dann Anthony Barylla beim 1:2 durch Merveille Biankadi zu weit weg vom Mann. Der Ausgleich fiel, weil Daniel Gremsl den späteren Torschützen Marcel Hilßner zwar verfolgte, am Elfmeterpunkt aber aus den Augen verlor und der Rostocker so im Freiraum zwischen Gremsl und Barylla frei einschieben konnte.

"Wir müssen hinten überhaupt erst einmal besser verteidigen und dürfen nicht nur hinterherlaufen", fordert König.

Nach den 90 Minuten lag Ronny König (r.) enttäuscht auf dem Boden und musste von Cebio Soukou fast schon getröstet werden.
Nach den 90 Minuten lag Ronny König (r.) enttäuscht auf dem Boden und musste von Cebio Soukou fast schon getröstet werden.  © Picture Point/Gabor Krieg

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